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Geschrieben von Mac   
Sonntag, 1. Februar 2009
Letzte Aktualisierung
Montag, 26. Januar 2015

Schubladen / Begrifflichkeiten
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Pansexuell / Pansexualität

Pansexuell / Pansexualität ist ein Teil der persönlichen, sexuellen Definition und wird für gewöhnlich von bisexuellen Menschen verwendet.
Er bezeichnet Menschen, die sich bei der Wahl ihrer Liebe nicht in den "üblichen" Geschlechterrollen bewegen. Sie tun dies, wie es schon der Ursprung des Wortes Pan (griechische Vorsilbe παν für Ganz, Gesamt, All-, Umfassend, Alles) besagt, unabhängig vom Geschlecht der Person.
Ein Satz, der von diesen Menschen gerne verwendet wird, ist: "Es zählt der Mensch, nicht sein Geschlecht.".

Pansexualität ist kein "Ersatz" für Bisexualität, sondern setzt auf dieser auf. Während Pansexualität zu den persönlichen Vorlieben zählt, ist Bisexualität, genauso wie Heterosexualität und Homosexualität, eine sexuelle Orientierung.

Ein etwas prekärer Umstand ist, daß der Begriff "Pansexualität" in der Psychatrie als ein Symptom der Borderline- Persönlichkeitsstörung angesehen wird. Er wird dort im Zusammenhang mit dem "gleichzeitigen Bestehen mehrerer perverser Züge" oder der "totalen Hemmung im tatsächlichen Sexualverhalten und den Einsatz mehrerer perverser Phantasien zur Selbstbefriedigung" verwendet.
In der Neurologie steht der Begriff "für ein vorhandenes sexuelles Interesse, das auch auf Tiere und Objekte gerichtet ist".
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Pansexualität_(Psychiatrie)

Besucher   |06.01.2010; 04:00:00
Wie geht eine Frau mit einer Frau um, die körperlich noch männliche Geschlechtsmerkmale aufweist? Sieht man auch auf sexueller Ebene dann nur die Frau? Wenn es mir egal ist, ob ich eine Frau oder einen Mann liebe (sexuell), ist mir dann auch egal, daß dieser Mensch vielleicht männliche und weibliche Geschlechtsmerkmale besitzt? Kann ich jemanden sexuell als Frau wahrnehmen, wenn dieser Mensch einen Penis besitzt?
Ich finde, das sind legitime Fragen. Und auch der Begriff "Pansexualität" ist IMO diskutierenswert. Eben weil reine Bisexualität meines Erachtens den sexuellen Umgang mit TIs nicht abdeckt. Aber gleichzeitig spreche ich damit einer Transfrau oder einem Transmann auch ihre/seine eindeutige sexuelle Identität ab (bzw. relativiere sie), was irgendwie auch ein Schlag unter die Gürtellinie ist. Wie gesagt, mich hat diese Diskussion eine Freundschaft gekostet.
Besucher   |06.01.2010; 04:46:51
was mir dazu noch einfällt:
Transgender lassen sich doch durchaus geschlechtlich definieren!?! Körper und Identität stimmen zunächst nicht überein, aber oft wird das ja angeglichen und wenn ich emotional liebe, dann sehe ich den Menschen vor mir, in dem Geschlecht, das seine Identität ausmacht. Mir geht es zumindest so. (Ich meine auch nicht die platonische Liebe. Ich meine schon auch sexuelle Anziehung...)
Schwierig wird es erst, wenn es um direkte, körperliche Liebe geht, wie oben erwähnt.
Eine TI nach geschlechtsangleichender OP bleibt TI, aber dann würde ich auch auf der rein körperlichen Ebene ganz sicher nicht mehr von Pansexualität reden.
(woah, man verzeihe mir die verschwurbelten gedanken, aber es is irgendwie schon spät. ich hoffe, ich hab mich nicht missverständlich ausgedrückt... *kleine augen hab*)
Besucher   |09.01.2010; 16:44:32
Wenn man Pansexuell ist, ist das Geschlecht vollkommen irrelevant. Man kann jeden lieben, ob Transgender, Hermaphrodit, Eunuch, einfach jeden. Das Geschlecht interessiert nicht, man verliebt sich in den Menschen, in den Charakter. Was aber wieder nix mit Polyamory, Bisexuell oder ähnliches zu tun hat. Motto "Love Knows No Gender"
Fen   |28.11.2010; 21:34:01
 
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Pansexualität ist eine gegenüber Menschen mit uneindeutiger oder dem anatomischen Geschlecht entgegengesetzter Geschlechtsidentität tolerante Bisexualität? Oder ist es eine Bisexualität ohne Homophobie? Was unterscheidet Pansexuelle von sogenannten Translovern?

Bei der Diskussion hier um Menschen, die eine ihrem anatomischen Geschlecht entgegengesetzter Geschlechtsidentität haben, unterstelle ich Unwissenheit, andernfalls müsste ich mir überlegen, ob ich hier im Forum richtig bin. Die sexuelle Orientierung hat nichts mit der geschlechtlichen Orientierung zu tun. Darum wollte ich hier keine Diskussionen um geschlechtliche Identität führen.

Menschen mit Harry Benjamin Syndrom* (HBS) haben große Schwierigkeiten aufgeschlossene PartnerInnen zu finden. Nur wenn Frauen oder Männer nur deshalb zum Objekt sexueller Begierde werden, weil ihr anatomisches Geschlecht nicht mit ihrem psychischen Geschlecht übereinstimmt, dann wird mir unwohl.

* http://shb-info.org/hbs.html
Myri   |28.11.2010; 23:44:25
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Hallo Fen,
der Link zur Definition des ´Harry Benjamin Syndroms´ ist in der deutschen Übersetzung aber arg schlecht. Vielleicht wird es hiermit http://www.ts-ag.de/HBS/ für Interessierte etwas besser verständlich .
Fen   |29.11.2010; 08:31:45
 
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Danke für den Link auf die besser verständliche Seite.

Die Frage, wie weit hier die Kenntnis über die Problematik der Menschen mit HBS reicht, sollten wir, wenn daran eine Interesse besteht, an anderer Stelle führen.

Bei Pansexuelität bin ich mistrauisch. Ist das nicht letztlich nur Ignoranz, die sich als Toleranz oder Akzeptanz maskiert?
Mac   |29.11.2010; 12:39:13
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Klar ist es Ignoranz. Wieso auch nicht?
Man ignoriert das Geschlecht und richtet sich ganz nach dem Charakter des Gegenüber.
Was ist daran falsch?

Und wie schon geschrieben, Toleranz hat da auch nichts verloren. Um mal etwas weiter zu gehen, Akzeptanz eigentlich auch nicht. Weil, wenn es mir "egal" ist, welches Geschlecht mein Gegenüber hat, kann ich es auch nicht akzeptieren, da es ja für die Entscheidung nicht entscheidend ist.

Bye Mac
chimbo  - Kontakt   |24.04.2012; 07:00:00
Hey Mac oder auch alle anderen

bin hier grade erst eingestiegen und kann auch noch keine privaten Nachrichten schreiben, sonst wäre das vermutlich eher das Mittel der Wahl gewesen. Trotzdem! ich finde eure Unterhaltung sehr spannend und sie ist leider eine der wenigen die man so findet die sich um dieses Thema drehen. Mir ist der Begriff Pansexualität erst nach einem Video von queertv das erste Mal über den weg gelaufen aber die definition die dort gegeben wurde bzw mit der der Film anmoderiert wurde entsprch sehr genau dem, was einmal mein Freund zu mir sagte. Nämlich, dass mir egal wäre welchen Geschlchts die Personen seien mit denen ich Beziehungen hatte sondern der Mensch dahinter mich interessiert. Das kam mir zunächst nicht besonders Falsch aber auch nicht besonders vor, da ich eigentlich davon ausging, dass Liebesbeziehungen immer auf der Liebe zum Charakter/bestimmten Merkmalen etc basieren, sonst würde es ja einfach jeder mit jedem (innerhalb seiner sexuellen orietierung) treiben. Trotzdem hat es mich nachdenklich gemacht. Häufig habe ich das Gefühl, dass der Begriff lediglich auf die ausweitung der Bisexualität auf die mögliche Liebe zu Trans- und Intersexuellen heruntergebrochen wird aber soweit ich das beurteilen kann ist es eher eine andere Form zu lieben. Wie auch immer. Durch meine Jugend und etwas mangelnde Szeneerfahrung habe ich bisher noch wenig Kontakt zu Trans und Intersexuellen gehabt kann daher praktisch nicht sagen ob ich sie lieben könnte würde aber sagen, dass es schlicht und ergreifend auf die Person ankäme und es nicht ausschliessen. ICh tue mich im Moment noch etwas schwer den Begriff zu verstehen, hab mich aber bis jetzt auch immer schwer getan mich in eine der Schubladen einzuordnen und mich daher immer als Bisexuell bezwichnet, da es einfach die offenste mir bekannte war. Prinzipiell bin ich gegen das Schubladensystem aber es existiert nunmal und damit auch irgendwie der Drang sich irgendwo zuzuordnen. Um euch jetzt keinen Roman zu schreiben (hab ich ja nun schon getan) will ich schlussendlich noch sagen, dass ich mich üner nachrichten oder Beträge freuen würde persönlicher oder genreller Art um mich weiter mit dem Thema zu beschäftigen. Konkrete Fragen hab ich ja nun eigentlich nicht aber jeder Kommentar oder jede Gegenfrage wäre toll! Grüße
Fen   |24.04.2012; 12:26:32
 
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Bei dem Begriff Pansexuell bin ich immer noch sehr skeptisch, weil ich noch keinem Menschen begegnet bin, für den oder die das Geschlecht des Partners oder der Partnerin für die Empfindungen völlig irrelevant ist. Meist tritt das hinter den eigenen Vorstellungen von sich selbst erst hervor, wenn man über die körperlichen Aspekte spricht.

Ich weiß auch nicht, ob ich mir das wünsche, so einen Menschen als Partner zu finden. Für mich ist es von Bedeutung, dass ich als Frau wahrgenommen werde und für mich macht es einen Unterschied, ob ich mit einem Mann oder einer Frau zusammen bin. Daher stoße ich an meine Limitierungen das Empfinden pansexueller Menschen zu verstehen.

Die begrifflichen Schubladen empfinde ich alle nicht so recht passend für mich. Für mich geht die Persönlichkeit eines Menschen vor dem Äußeren, doch das Geschlecht ist für mich nicht egal. Ich kann mich in Frauen und Männer verlieben, habe jedoch zur Zeit mehr einen Drall zu Männern, ohne deshalb meine Frau weniger als zuvor zu lieben. Ich liebe den Menschen für das was er oder sie ist, doch das Geschlecht beeinflusst diese Liebe, färbt sie, gibt ihr ihren besonderen Klang.

Da kenne ich nun so viele Menschen, deren geschlechtliche Identität nicht deckungsgleich mit ihrem anatomischen Geschlecht ist, kenne Menschen die beide Geschlechter auf körperlicher oder seelischer Weise in sich tragen. Doch das hat nicht dazu geführt, dass Geschlecht an Bedeutung für mich verloren hat. Im Gegenteil. Was für mich fehlt, ist die Anerkennung für Menschen, die nicht eindeutig einem Geschlecht zuzuordnen sind. Wie immer man das dann nennt. Denn Begriffe (Schubladen) schaffen den Raum, die Denkbarkeit, Legitimation.
Hermes   |12.06.2012; 15:32:18
 
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Hallo Fen,

ich persönlich unterscheide hierbei verschiedene Aspekte innerhalb meiner eigenen Sexualität - Sympathie, Liebe, sexuelle Möglichkeiten.

Ob mir eine Person sympathisch genug ist, dass ich mich auf sie als Sexualpartner einlassen könnte, ist geschlechter-unabhängig. Weder das genetische, körperliche oder selbst empfundene Geschlecht spielen dabei eine Rolle. Umso mehr Gewicht hat für mich die Persönlichkeit und Ausstrahlung des Menschen.

Manchmal erwächst aus der gemeinsamen Sympathie sogar Liebe. Auch hier lasse ich mich nicht durch Geschlechtsmerkmale leiten.

Daraus abzuleiten, dass ich das Geschlecht einer Person ignoriere, wäre zu weit gedacht. Ich respektiere Menschen in ihrer Gänze. Und wer sich mir als Mann (oder wie auch immer) vorstellt, ist eben Mann. Das fällt mir nicht immer so leicht, wie es sich gerade liest. Aber schließlich weiß derjenige selbst wohl am besten wer er ist.

Spätestens wenn man intim wird, geben die körperlichen Merkmale vor, welche sexuellen Möglichkeiten den Beteiligten offen stehen. Und dabei kann ein Körper durchaus von der Geschlechtsidentität seiner Person abweichen.

In diesem Sinne fühle ich mich in der Schublade "pansexuell" wohler als in der Schublade "bisexuell". In allgemeinen Gesprächen nutze ich trotzdem oftmals den bekannteren Begriff, bevor ich langwierig erklären müsste, was ich unter Pansexualität verstehe.
Fen   |29.11.2010; 13:40:58
 
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Ich sehe ein, es geht hier nur um die Definition eines Begriffes und meine Befindlichkeit ist hier letztlich fehl am Platz.
Fen   |20.10.2011; 11:54:19
 
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Im Bemühen den Begriff zu verstehen, nein besser, die Gefühle pansexueller Menschen zu verstehen, habe ich eine kommentierte Definition bei Urban Dictionary gefunden:

http://www.urbandictionary.com/define.php?term=pansexual

Inzwischen bin ich entspannter bei der Frage, ob jemand einen transsexuellen Menschen dafür liebt, dass er so ist oder trotzdem er so ist, wie er ist. Ich muss die Frage nicht generell klären, sondern nur für mich im konkreten Einzelfall, nämlich dann, wenn es um die Beziehung zu einer Partnerin oder einem Partner geht.

Für transsexuelle Menschen ist die Anerkennung in dem Geschlecht, dem sie sich zugehörig fühlen, von großer Bedeutung und da ist es irritierend, wenn das Geschlecht keine Bedeutung für die Gefühle haben soll, die man dem Anderen entgegenbringt, dann jedoch von Bedeutung wird, wenn es zu Intimitäten kommt. In der Phase der Orientierung und Angleichung an das Geschlecht, mit dem sich die Betroffenen identifizieren, wird das Erscheinungsbild widersprüchlich sein und oftmals auch danach. Gerade diejenigen, die ihr Vorleben im anatomischen Geschlecht nicht verschleiern können, bleibt das Ringen um Anerkennung ein wunder Punkt.
Myri   |25.04.2012; 00:10:42
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Hallo chimbo,
zunächst erstmal ein schnelles, nächtliches Willkommen und Grüße auf den anderen Kontinent.
Besucher   |17.11.2012; 09:19:04
Also, ich bin echt froh über diese Diskussion. Als ich mit 15 entdeckt habe, daß ich mich nicht für Niemanden, sondern für Mädchen und Jungs interessiere (aber dafür nur wenige von ihnen), immer als bisexuell bezeichnet und gedacht, daß Liebe, oder eigentlich wohl eher Sex (wenn es schon bisexuell und nicht bi-liebend heißt) unabhängig sind vom Geschlecht des Menschen.

Inzwischen glaube ich nicht mehr an diese klare Trennung zwischen den Geschlechtern, sondern wohl eher an eine 100-Stufen- Skala mit den Kategorien Anatomie, Selbstwahrnehmung, soziales Geschlecht.

Dann also wohl doch eher pansexuell? Aber ich finde ja nicht alle toll. Sondern sehr spezielle Menschen - so wie es angeblich Menschen gibt, die sich nur zu Männern / nur zu Braunhaarigen / nur zu Akademikerinnen / ... hingezogen fühlen, so gibt es bei mir auch Vorlieben. Und deshalb finde ich sicher nicht pan - alle anziehend. Sondern spezielle Menschen mit speziellen Vibes (weshalb ich es auch immer so abstrus finde, wenn mir Menschen sagen, dadurch, daß ich bisexuell sei, hätte ich ja die doppelte Auswahl, aber anderes Thema).

Also speziell- sexuell? Hi, ich bin spesezuell
Was meint ihr dazu? Wie ist das bei euch?
Fen   |17.11.2012; 09:47:27
 
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Da bin ich nach wie vor hin und her gerissen. Pansexuell? Menschenliebend bin ich und die besonderen, bei denen der Funke überspringt sind es dann, die Partner oder Partnerin werden können. Ich liebe anders je nach Geschlecht, weil ich da ganz unterschiedlich angesprochen werde. Bei einem uneindeutigen Menschen weiß ich es nicht. Da fehlt mir die Erfahrung.

Schubladen werden mir nicht zur Heimat. Ich bin wohl der Joker im Spiel. Ich kann mich an verschiedenen Stellen einfügen, gehöre aber nicht dazu und bleib eigenständig.
Besucher   |01.02.2013; 20:36:48
Hallo,

ich habe diesen Topic gelesen und habe mich direkt erstmal registriert, um meinen Senf dazu zugeben.
Zunächst einmal finde ich den Begriff Pansexuell nicht ganz korrekt. Ich sehe mich zu dieser Kategorie dazugehörig und mit Sexualität hat das in erster Linie wenig zu tun.
Wenn ich z.B. durch die Stadt gehe, achte ich sehr selten auf Körper, Kleidung, ect. Wenn jemand sagt: "Hey haste die gesehen, was die an hatte?" Dann kann ich nur sagen, daß ich keine Ahnung habe was wer trug. Oder ich treffe mich mit jemandem, dann weiß ich gerade mal daß nötigste, Stimme, Augen, Haarfarbe (beim ersten Treffen). Der Rest liegt im Dunkel.
Klar, wenn jemand total ungepflegt oder ähnlich auffällig ist, dann kommt das natürlich auch bei mir an. *lach* Was ich damit sagen möchte ist: Alles körperliche ist gänzlich uninteressant. Ist der Mensch aber sympathisch, interessant, intelligent, lächelt usw., kann man sich gut mit ihm unterhalten, DANN sieht die Sache ganz anders aus. DAS sind die Dinge, auf die ich achte und die mich ansprechen.
Manchmal ist es auch, was sie tun, was sie erlebt haben. Aber selbst dann gehen bei mir keine "Hormone" durch. Ich könnte einfach nur wahnsinnig viel Zeit mit diesem Menschen verbringen, ich fühle mich wohl, eine Art sehr tiefe Freundschaft, bei der es zu mehr kommen kann, aber auch nicht muß. Das Geschlecht ist dabei gänzlich egal.
Mac  - Begrifflichkeiten   |02.02.2013; 12:08:15
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Hallo Meenah,

willkommen bei LLL.
Über die Begrifflichkeiten wird viel diskutiert und gestritten. Und Du hast recht, dafür, das es sich bei der Schublade Pansexuell eben gerade nicht um Sexualität dreht, steht davon ziemlich viel drin.
Aber mal zum Vergleich: Asexuell
Für die Begriffe können wir gewöhnlich nichts, wir werden eigentlich nie gefragt. Als Alternative gibt es noch "Genderblind", was es wohl etwas besser beschreibt.
Unabhängig davon bist Du dann aber immer noch bisexuell. Pansexuell - wie auch Genderblind - rangiert unter sexueller Definition, nicht unter sexueller Orientierung. Schau mal in den Forumeintrag: Sexuelle Orientierung und sexuelle Identität.


Bye Mac
Besucher  - Aus meiner Sicht..   |22.05.2014; 01:46:57
 
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Hallo an alle Interessierten,

ich habe mich unter "eigene Definition" unter Pansexuell eingestuft und denke, vll. kann ich euch nahe bringen was in einem Menschen vor sich geht, der das tut.
Zuerst: ich möchte mich klar von den Worten Intoleranz und Ignoranz distanzieren und sie durch Wertschätzung und Empathie ersetzen.

Als ich feststellte, dass ich auch Frauen liebe, nicht schwärme, sondern wirklich aufrichtig lieben kann, monogam, fragte ich mich wer/ was bin ich nun. Zu dem Zeitpunkt hatte ich meine erste Beziehung mit einer Frau und wollte das mit meinen Freunden und Familie teilen,weil ich so unglaublich glücklich war.

Ich mag den Begriff "Schublade" auch nicht, aber es hilft einem sich z.B. im Freundeskreis zu positionieren. Es wird sogar z.T. erwartet, dass man sich "einschubladet". Also habe ich gesagt, ich bin bi-sexuell und alle konnten etwas damit anfangen.

Zum Verständnis, ich liebe nicht "alle Menschen gleichzeitig", wer tut das schon, aber ich respektiere jeden so wie er ist, in seiner Lebensform und seiner Identität. Eine lesbische Frau liebt ja auch nicht alle Frauen, oder?

Ich habe während meiner Ausbildung auf einer Station gearbeitet,wo geschlechtsangleichende Operationen stattgefunden haben und so erste Kontakte zu TS´lern gehabt. Für mich persönlich ist jemand der sich als Mann fühlt ein Mann und als Frau eine Frau. Ich respektiere einfach den Menschen. Wenn ich "auf der Straße" von einem Mann angesprochen werden würde, würde mit ihm ausgehen und Sympathie entwickeln, vll. Liebe und er würde mir dann sagen "hör mal, ich war früher eine Frau" würde ich ihm antworten: "Für mich zählt, was du jetzt bist und dass du damit glücklich bist." Und zwar unabhängig ob eine Operation stattgefunden hat, oder wird, oder nicht, oder er sich mit dem weiblichen Geschlechtsorgan sogar wohler fühlt.
Aus meinen persönlichen Gesprächen mit den TS´lern ging hervor, dass sie das nicht ignorant finden, sondern empathisch. Dass sie das wollen, so wahrgenommen werden wollen wie sie sein wollen. Mann oder Frau, oder beides. Aber ich will das nicht generalisieren, es ist wie gesagt meine eigene Erfahrung.

Wenn jemand Asexuell ist und ich mich aber in ihn verliebe, könnte ich den Menschen trotzdem annehmen so wie er ist. Pansexualität spielt sich für mich auf einer anderen Ebene ab. Und es gibt heute so viele Möglichkeiten, z.B. trotzdem Kinder zu haben,etc.. das war früher anders. Wenn ich die Chance hätte, einen Menschen zu finden mit dem ich wirklich glücklich sein kann und als Omi auf einer Bank vor dem Haus zu sitzen, das wäre schön. "Denn ich habe so verdammt viel Liebe zu geben.." (aus Magnolia) Und nicht zuletzt muss man sich ein Stück weit immer für die Liebe (aktiv) entscheiden, sonst fällt die Beziehung mit der ersten Krise.

Es gibt innerhalb der "Schubladen" so viele Nischen für Toleranz man muss sie nur (vor-)leben und aufrichtig sein. Trotzdem, für mich persönlich spielen Werte wie Treue und Ehrlichkeit eine große Rolle, so ist das nicht. Ich bin nicht Polygam, es bezieht sich mehr auf "den Prozess, Liebe zu einem Menschen zu entwickeln" und dort spielen geschlechtliche Parameter eben eine Nebenrolle. Natürlich habe ich trotzdem meine Präferenzen, was Aussehen etc. angeht, wobei ich mich da dem "Vorrednern" anschließen will, es kommt auf die Vibes, die Wellenlänge an. Ich kann zu jemanden aufgrund seiner Art, Gestik, Mimik.. sagen "für mich bist du wunderschön.."

Ich fühle mich eben eher Zuhause bei dem Begriff Pansexuell als bei Bi-Sexuell, eben weil ich keinen ausgrenze oder ignoriere, oder nur dieses "Er hat einen Penis, er ist ein Mann"-Konzept akzeptieren kann und will.

soo. ich hoffe dieser Roman konnte euch die Pansexualität aus der Sicht einer "Betroffenen" näher bringen.

Gute Nacht an alle
Schnuffelmaus  - starke Körperbehaarung (Frau)= pansexuell?   |11.12.2015; 13:09:26
 
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Hallo zusammen,

ich hebe eine sehr starke Körperbehaarung Dank meines Erzeugers, gelte ich deshalb schon als pansexuell?

Stark bedeutet leider auch mit Bart und Brustbehharung

Meine beiden Schwestern haben allerdings auch viele Haare an Stellen, wo sie bei einer Frau nicht hingehören...
Mac  - starke Körperbehaarung (Frau) != Pansexuell?   |11.12.2015; 17:58:37
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Hallo Schuffelmaus,

echt jetzt?
Mir ist nicht ganz klar, wo Du hier etwas von Haaren gelesen hast, aber ich würde Dir empfehlen, den Text noch mal aufmerksam und gründlich zu lesen. Mit körperlichen Merkmalen hat es jedenfalls nichts zu tun.


Bye Mac
Schnuffelmaus  - Ooopsi :)   |11.12.2015; 21:56:27
 
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Huhu Mac,

oh Mann, was habe ich da für einen Unsinn geschrieben?! Und nun habe ich mich auch noch unnötiger Weise "geoutet", dass ich viel zu viele Haare habe

Aber, damit sich nicht alle jetzt vor mir gruseln, weil sie denken ich wäre eigentlich ein Werwolf: Ich resiere mich natürlich brav
Fen   |11.11.2017; 19:37:57
 
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Heute bin wieder mit dem Begriff Pansexuell beschäftigt. Inzwischen konnte ich aus Erlebten meine Vorstellung von Pansexuell weiter entwickeln. Bin entspannter und selbstbewusster in meiner geschlechtlichen Identität. Bin Frau und viel mehr noch Mensch. Mich selbst verstehe ich heute als panamore. Meine sexuelle Orientierung finde ich heute mit Demisexuell gut beschrieben.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 26. Januar 2015 )  
Genderfree - ein Neutrum >