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Geschrieben von Mac   
Samstag, 26. September 2009
Letzte Aktualisierung
Montag, 9. Februar 2015

Schubladen / Bisexuell
Kurzlink: lilelu.de/!3510

Bisexuell - Die Qual der Wahl, die Wahl der Qual.

Das bisexuelle Logo, 4 verschiedenfarbige Ringe, die alle miteinander verflochten sind.

Obwohl es keine Voraussetzung für Bisexualität ( nach der altgriech. Vorsilbe bi- für "zwei", eigentlich "Ambisexualität") ist, seine "doppelte" Sexualität auszuleben, werden in der Regel nur solche Menschen als bisexuell bezeichnet, die bereit sind, mit Personen beiderlei Geschlechts eine emotionale und / oder sexuelle Beziehung oder Partnerschaft einzugehen.

Daß es zwischen Homosexualität und Heterosexualität noch einen sehr breiten bisexuellen Übergangsbereich gibt, ist leider wenig bekannt und wird kaum akzeptiert.

Wir waren beide zu dem Zeitpunkt in Beziehungen mit einem Mann, in der beide Männer nichts von unseren Wünschen und Sehnsüchten wußten." Bonusmeilen: Start to female Wonderland

Von Experimenten hielt mich immer meine eigene moralische Grenze in Bezug auf den Vertrauensbruch gegenüber meiner Partnerin ab. Die Beziehung war mir wichtiger als das Experiment mit einem Mann. Bonusmeilen: Mein Bi- Sein.

So groß, wie der Übergang ist, so unterschiedlich ist auch der Umgang damit. Es gibt keine einheitliche Denkweise. Ob als festes Paar mit gelegentlichen Ausflügen zum fehlendem Geschlecht, feste Dreierbeziehungen (s. Polyamorie) oder ein permanenter Wechsel.

Nur die wenigsten leben von Anfang an ihre Bisexualität. Oft leben sie in hetero-, bzw. homosexuellen Beziehungen, bevor sie ihre bisexuelle Seite bewußt wahrnehmen. Viele entdecken ihre Bisexualität per Zufall, durch Schlüsselerlebnisse. Berührungen, die gefallen und Phantasien wecken, Filme, die anregen.
Der Anfang ist meistens schwierig, speziell für Heterosexuell eingestellte Menschen.

"Bin ich jetzt ein Homo?" Große Zweifel sind in dieser Phase völlig normal. Die Frage stellt sich, "Wie werde ich von anderen gesehen?". Trotz Homo- Ehe ist es keine Normalität mit einem Partner des gleichen Geschlechts über die Straßen zu wandeln. In der Regel beginnt dann ein Wechsel zwischen den Geschlechtern. Ein Suchen nach der eigenen Sexualität, der einen Schublade. Es beginnen die ersten, vorsichtigen Versuche, ein Herantasten an das "neue" Geschlecht. Der größte Antrieb dabei ist die eigene Phantasie und die Neugier. In diesem Zusammenhang werden Bisexuelle häufig als "Entscheidungsunfähig" verurteilt, unter Umständen von ihrem jeweiligen Partner zur Entscheidung gedrängt und so zur Scheidung oder Trennung getrieben. Die Vielseitigkeit und die Bedürfnisse der Bisexuellen werden dabei völlig ignoriert.
 

Konstellationen, die auch recht häufig im bisexuellen Leben zu finden sind: Dreiecksbeziehungen (s. Polyamorie).
Sie stehen zweifellos sehr in der Diskussion, da es dabei auch um die Werte der Treue und der "gesamten Liebe" geht. Es handelt sich meistens um eine bisexuelle Person, die die verschiedenen Geschlechter um sich "schart".
Jeder, der dies anstrebt, sollte sich vorher darüber im klaren sein, daß es dabei um (mindestens) zwei Menschen geht. Jeder einzelne von ihnen möchte glücklich werden / sein. Jeder einzelne von ihnen möchte das Gefühl haben, einzigartig zu sein. Kommt dann noch eine räumliche / örtliche Trennung hinzu, wird es recht schwierig.
Generell läßt sich sagen, daß man einen guten Terminplaner benötigt und die eigene Freizeit sehr reduziert wird. Und wenn man bei einer Beziehung schon der Meinung ist, daß man zu wenig Zeit hat, sollte man eine Zweite gar nicht erst probieren.

 

Brainbug   |20.04.2012; 23:48:31
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Und wenn man bei einer Beziehung schon der Meinung ist, daß man zu wenig Zeit hat, sollte man eine Zweite gar nicht erst probieren. ?:

Hi Mac,
mit den meisten Dingen stimme ich mit Dir überein, aber das kann man so nicht stehen lassen. Auch den als "Übergang" und eher anders gemeinten Bereich möchte ich kritisieren. Denn zum eine hört sich Übergang so an, als wenn man einen Wechsel von einem zum anderen Ufer vollzieht. Quasi eine Metamorphose von hetero zu homo, von andersherum habe ich noch nichts gehört, mag es aber auch geben. Ich erlebe aber, dass der psychische Stess so groß sein kann, dass Zeitnot oder -knappheit kein Argument für eine unterdrückte Bi-Neigung sein darf. Und das, obwohl sich der Partner/die Partnerin sehr wohl in der bestehenden Beziehung fühlt und diese auch unter keinen Umständen aufgeben will. Ich glaube und hoffe nicht das es sich dabei um eine Umwandlung handelt, denn es wird davon gesprochen beide sexuellen Kontakte zu lieben und zu brauchen.
Sicher ist, dieser Weg ist nicht einfach und natürlich noch weniger Gesellschaftlich akzeptiert, aber man soll ja nie nie sagen und vieleicht erleben unsere Enkel mal eine super tollerante Zeit.
Aber probieren sollte man(n) und frau es auf jeden Fall, denn es kann die Seele entlassten und die Beziehung dadurch verschönern, wenn auch eher in seltenen Fällen. Es gibt aber immer eine Lösung, wenn alle Beteiligten es ernsthaft versuchen. Es ist jedoch ein schwieriger Weg und es kann auch schmwerzhaft werden, aber zum glück gibt es Communitys wie diese, die einem echt helfen können.

Probiert es aus, denn es gibt nur dieses eine Leben und da sind zweite Chancen echt selten.
Mac   |29.04.2012; 14:42:21
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Der "Übergangsbereich" bezeichnet den Bereich, in dem sich die Leute nicht als Hetero oder Homo bezeichnen wollen / können. Es hat nichts mit einer Metamorphose zu tun oder mit dem Wechsel von einem zum anderem Ufer. Der Begriff ist mehr dem Umstand geschuldet, das diese Menschen oft nicht auf den Gedanken kommen, sich als Bisexuell zu bezeichnen.

Mac schrieb:
Und wenn man bei einer Beziehung schon der Meinung ist, daß man zu wenig Zeit hat, sollte man eine Zweite gar nicht erst probieren.
Diesen Teil kann man schon so stehen lassen, denn es muß jede(r) für sich selbst entscheiden. Deshalb auch das "sollte", ein gut gemeinter Tipp.

Bye Mac
Mac  - Dare the gap - bisexueller Kurzfilm   |09.02.2015; 16:03:12
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Die J.u.n.g.S. aus einer meiner ehemaligen Heimatstädte - Leipzig - haben, zusammen mit Queerblick.tv, und unterstützt durch die "Aktion Mensch", einen bisexuellen Kurzfilm produziert.

"Dare the gap" - bisexual short film

In knapp 4 min zeigt der Film, was einem vermeintlich heterosexuellen Mann passieren kann, wenn er, durch Alkohol beeinflußt, die gesellschaftlichen Wertvorstellungen mal über Bord wirft und seinen Wünschen etwas Raum gibt.

Wünsche ich mir direkt eine Fortsetzung, um zu sehen, ob er das auch ohne Alkohol hinbekommt.


Bye Mac
EinzigEine   |09.02.2015; 17:44:35
 
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Danke Mac! Toll, wie in so wenig Zeit eine Geschichte erzählt wird. Schade, dass der Mann erst sein Gehirn mit Hilfe von Alkohol ausschalten musste, um seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen ...

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