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Montag, 9. Dezember 2024 um 20:34
Schubladen / Bisexuell
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Wieso?
Bisexuell - Die Qual der Wahl, die Wahl der Qual.
Obwohl es keine Voraussetzung für die Bisexualität ist, seine "doppelte" Sexualität auszuleben (nach der altgriechischen Vorsilbe bi- für "zwei", gelegentlich auch als "Ambisexualität" bezeichnet), wurde in der Vergangenheit nur von bisexuellen Menschen gesprochen, wenn diese bereit waren, emotionale und/oder sexuelle Beziehungen oder Partnerschaften mit Menschen beider Geschlechter einzugehen.
In der heutigen Sichtweise ist Bisexualität jedoch nicht darauf beschränkt, dass eine Person gleichzeitig oder in einer bestimmten Reihenfolge Beziehungen zu Männern und Frauen führt. Vielmehr beschreibt Bisexualität die Fähigkeit oder das Interesse, sich emotional und/oder sexuell zu Menschen, unabhängig von deren Geschlecht oder Geschlechtsidentität, hingezogen zu fühlen. Dies schließt also auch nicht-binäre, genderqueere und andere nicht-heteronormative Identitäten mit ein. Es geht um ein Spektrum von sexuellen und romantischen Präferenzen, das von Person zu Person sehr unterschiedlich ausfallen kann.
Kurzform: Bisexualität => Anziehung / Orientierung zu mehr als einem Geschlecht, emotional und / oder sexuell! [Bi(-/+) Archiv]
Leider wird oft übersehen, dass es zwischen Homosexualität und Heterosexualität einen breiten Bereich bisexueller Identitäten gibt, der nicht immer anerkannt oder akzeptiert wird. Bisexualität wird oft als Übergangszustand (Abwehrbisexualität) zwischen den beiden Extremen von Hetero- und Homosexualität gesehen, was zu vielen Mißverständnissen und Vorurteilen führt.
Wir waren beide zu dem Zeitpunkt in Beziehungen mit einem Mann, in der beide Männer nichts von unseren Wünschen und Sehnsüchten wußten." Bonusmeilen: Start to female Wonderland
Von Experimenten hielt mich immer meine eigene moralische Grenze in Bezug auf den Vertrauensbruch gegenüber meiner Partnerin ab. Die Beziehung war mir wichtiger als das Experiment mit einem Mann. Bonusmeilen: Mein Bi- Sein.
So vielfältig, wie der Übergang zwischen verschiedenen sexuellen Orientierungen ist, so unterschiedlich ist auch der Umgang damit. Es gibt keine universelle Denkweise über Bisexualität. Einige leben in festen Beziehungen und haben gelegentliche "Ausflüge" mit Menschen des anderen Geschlechts, andere pflegen polyamore Beziehungen oder wechseln regelmäßig zwischen Partnern beider Geschlechter.
Wenige Menschen leben ihre Bisexualität von Anfang an offen. Viele befinden sich zuerst in hetero- oder homosexuellen Beziehungen, bevor sie ihre bisexuelle Identität bewusst entdecken. Diese Entdeckung erfolgt oft zufällig, durch prägende Erlebnisse wie unerwartete Berührungen oder inspirierende Filme und Gedanken. Der Anfang dieser Entdeckung ist häufig schwierig, besonders für Menschen, die zuvor keine bisexuelle Orientierung in Erwägung gezogen haben.
Eine häufige Frage, die in dieser Phase aufkommt, ist: "Bin ich jetzt homosexuell?" Es ist ganz normal, zu zweifeln und sich zu fragen, wie andere einen sehen. Trotz rechtlicher Anerkennung der Homo-Ehe gibt es in vielen Gesellschaften immer noch wenig Normalität, wenn es darum geht, Hand in Hand mit einem Partner des gleichen Geschlechts öffentlich aufzutreten. Viele beginnen in dieser Phase mit einem Wechsel zwischen den Geschlechtern, suchen nach ihrer eigenen sexuellen Identität und müssen sich mit der Frage auseinandersetzen, ob sie in eine bestimmte Schublade passen.
Die ersten Schritte können vorsichtig und explorativ sein, ein langsames Herantasten an das "neue" Geschlecht. Oft ist die eigene Phantasie und Neugier der größte Antrieb dabei. Bisexuelle Menschen werden jedoch oft als "unentschlossen" wahrgenommen und von ihren Partnern gedrängt, sich zu entscheiden. In vielen Fällen führt dieser Druck zu Trennungen oder Scheidungen. Die Vielseitigkeit und die unterschiedlichen Bedürfnisse von Bisexuellen werden dabei häufig übersehen oder nicht verstanden.
Einige gängige Konstellationen im bisexuellen Leben sind polyamore Beziehungen, in denen eine bisexuelle Person romantische oder sexuelle Verbindungen mit mehreren Menschen unterschiedlicher Geschlechter pflegt. Diese Formen von Beziehungen stehen oft zur Diskussion, da sie Werte wie Treue und die Idee einer "einzigen wahren Liebe" herausfordern. Es ist wichtig zu wissen, dass solche Beziehungen immer (mindestens) die Bedürfnisse und das Wohl aller Beteiligten berücksichtigen müssen, da jeder Mensch das Bedürfnis hat, sich einzigartig und geliebt zu fühlen (s. Dreiecksbeziehung Bi(-/+) Archiv).
Wer in polyamoren oder bisexuellen Beziehungen lebt, benötigt oft einen gut strukturierten Terminplaner und muss mit einer reduzierten Freizeit rechnen. Wenn man bereits das Gefühl hat, zu wenig Zeit für eine Beziehung zu haben, sollte man sich überlegen, ob eine weitere Beziehung in diesem Kontext sinnvoll ist.
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