
Sonntag, 18. Dezember 2011 um 19:42
Letzte Aktualisierung
Samstag, 21. Februar 2015 um 13:11
Bonusmeilen / Männer
frei ab
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Wieso?
Liebe das Leben und Lebe die Liebe!
Angekommen, fühl mich angekommen.
Ich wußte bereits mit vierzehn / fünfzehn, daß ich sowohl Männlein wie Weiblein attraktiv und begehrenswert finde. Ich stamme vom Dorf und war dort glaube ich (oder bin es bis heute) ein kleiner Paradiesvogel. Ich weiß noch, als ich Händchenhaltend mit einem anderen Jungen über den Schulhof spaziert bin. Das war ein Skandälchen im schönen Thüringen.
Ich habe lange Zeit mit meiner Sexualität rumexperimentiert. Dachte eine Zeit das wäre eine Phase mit den Männern (bin aber immer irgendwie auf einen gekommen) oder dann auch wieder das ich rein Schwul bin, dann BOOOM in eine Frau verliebt. Ich war eine Zeitlang tot unglücklich in ein Geschwisterpaar verliebt in meiner Pubertät.
Mitte Zwanzig habe ich dann akzeptiert, daß ich beide Geschlechter toll finde und sie lieben kann. Hatte beim Studium mein erstes Coming Out, was auch sehr mißverstanden wurde und hatte dann auch ordentlich zu kämpfen damit.
Für mich hat immer das Problem der Akzeptanz eine Rolle gespielt. Werde ich akzeptiert als die Person die ich bin oder nicht.
Es gibt auch nicht ein Coming Out sondern viele, ich hatte dieses Jahr erst wieder eines in einem Bekanntenkreis aus meinem Hobby, dem Liverollenspiel, das war auch wieder ein Schritt. Jetzt weiß es im Grunde jeder. Meine Eltern haben bis heute ein Problem damit. Als ich siebzehn war, durfte ich mir anhören, das Schlimmste was sein kann, ist, daß ich schwul wäre. Das zieht durch… vor allem von der eigenen Mutter. Mittlerweile ist das Thema Tabu, wenn ich sie mal Besuche, was ein bis zweimal im Jahr passiert. Sie haben auch niemals eine Affäre oder einen Partner / Partnerin kennengelernt bis jetzt.
Der offene Umgang mit meiner Sexualität hat dazu geführt, daß ich mich freier und glücklicher fühle. Man hat nur das eine Leben, also sollte man es auch so Lieben das es paßt.
Klar gibt es Träume und Wünsche, zum Beispiel eine Dreier- oder Viererbeziehung. Aber ich kenne auch fast niemanden wo das wirklich richtig funktioniert. Auch wäre eine Wohngemeinschaft toll, wo jeder so spinnen darf wie er will, am besten total Queer angelegt. Vielleicht klappt das ja eines Tages, eine Villa Bunter Hund ;-).
Was mir auch wirklich gut dabei geholfen hat, war die BiNe, also das Bisexuelle Netzwerk und die offenen Treffen dort zweimal im Jahr. Ich kann die nur empfehlen. Mittlerweile habe ich in Berlin einen Stammtisch mit meiner besten Freundin ins Leben gerufen. Sie hat mich mit zu den ersten offenen Treffen geschleift.
Knuddel und Gruß
John
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