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Rat

Hallo,

also ich weiß nicht genau wie ich anfangen soll, aber ich wollte euch mal um Rat bzw. um Tipps bitten.

Und zwar hatte ich jetzt in den letzten Tagen ziemlich viel Streß mit meinen Eltern - das fing alles damit an, daß ich halt ziemlich chaotisch bin und mich schwer konzentrieren kann. Wegen meinem Konzentrationsproblem lerne ich für die Schule normalerweise immer im Jugendhaus, weil da Leute sind, die aufpassen, daß ich auch wirklich lerne und irgendwie haben meine Eltern damit voll das Problem und glauben mir nicht das ich da lerne, weil ich halt nur dreien und vieren schreibe ( überwiegend vieren). Naja und daraufhin meinten die, ich wäre besser, wenn ich zuhause lerne. Dann hab ich denen gesagt, daß ich zuhause nicht lernen kann, weil ich mich dann mit allem ablenken würde und ich sowieso nicht bessere Noten schreiben würde, weil ich a) die Schule langweilig finde und b) davon nicht wirklich viel verstehe. Außerdem bin ich ja besser, als viele andere aus meinem Jahrgang ( es hagelt nur so fünfen und sechsen ).
Ja und weil ich eben gesagt hab, daß mich die Schule nicht so interessiert, waren meine Eltern voll geschockt, was ich nicht verstanden habe - aber ok. Jedenfalls meinten die dann zu mir, daß ich vielleicht auf eine ganz falsche Schule gehe und dann haben die mich gefragt, ob ich voll hinter dem Ausbildungsberuf stehe, für den ich mich bewerbe. Daraufhin hab ich halt gesagt, daß ich das nicht weiß und das ich diese Schule nur mache, weil ich nicht wußte, was ich sonst machen sollte und sie halt wollten, daß ich das Fachabitur mache. Und wenn ich eine Wirtschaftsschule besuche, macht es ja Sinn, danach auch einen kaufmännischen Beruf zu wählen, oder?
Ja und dann waren die noch mehr geschockt und meinten irgendwie was ich jetzt machen will. Ich mein, wieso sollte ich jetzt was anderes machen, ich hab gedacht ich mach jetzt die Schule zu Ende und dann die Ausbildung. Ja jedenfalls soll ich jetzt darüber nachdenken was ich machen möchte so beruflich und ob ich die Schule zu ende machen möchte ( aber klar mach ich die Schule jetzt noch zu ende - ist ja nur noch ein halbjahr ).
Ok und irgendwie kamen wir von diesem Thema dann darauf, ob ich überhaupt mit denen umziehen möchte oder lieber in Hessen bleiben möchte und dann eben eine eigene Wohnung habe. Aber darauf konnte ich denen keine Antwort geben, da ich mich noch nie mit diesem Thema beschäftigt habe, ich dachte ich muß so oder so mit umziehen ( weil das mußte ich bisher immer, ich wurde da nie nach meiner Meinung gefragt ). Und jetzt soll ich denen in den nächsten Tagen sagen, wie mein Plan für die Zukunft ausschaut - aber ich weiß gar nicht wie ich darüber denken soll, mich überfordert das total.
Auf der einen Seite schildern meine Eltern das so, daß ich lieber hier bleiben soll, weil ich irgendwie alle Leute krank mache mit meiner Art und Weise wie ich bin und auf der anderen Seite sagen sie mir, daß ich viel zu unreif bin um alleine zu leben und dann total tief sinken werde und von jedem ausgenutzt werden würde und ja halt das ich voll unfähig bin alleine zu überleben und das sie mich ja lieben und sich freuen wenn ich mit denen kommen würde, aber daß Lieben auch loslassen bedeutet und daß sie mich ja verdammt doll lieben, wenn sie knapp 400 km von mir weg ziehen. Ich bin da voll verwirrt und weiß einfach nicht weiter.
Ich weiß weder, was auf mich zukommt, wenn ich alleine wohne, noch was auf mich zu kommt, wenn ich mit denen umziehe.

punk_wolf   |11.11.2012; 18:34:14
 
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Jean, wenn du darüber reden willst, schreib mich mal bei Whatsapp an. Ich kann dir da glaube ich ein paar tipps geben. bin ja momentan mehr oder weniger auf der suche nach den eigenen 4 Wänden.

Lg thor
Mac   |12.11.2012; 15:44:16
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In deinem eigenem Interesse, zieh mit um. Von den eigenen 4 Wänden würde ich dir abraten.
Die Einschätzung deiner Eltern ist ähnlich dem Eindruck, den ich hier von dir bekommen habe. Und mit 18 ist es ja nicht so ungewöhnlich, noch bei den Eltern zu wohnen.
Und noch viel wichtiger, nimm dir die Kritik deiner Eltern zu Herzen und versuche die angesprochenen Punkte zu ändern.
Deine Eltern haben mit Sicherheit ein Interesse daran, daß es dir gut geht und Du deinen Weg findest. Die Punkte sind also ein guter Hinweis für dich, was bei dir verkehrt läuft.


Bye Mac
EinzigEine   |12.11.2012; 17:47:11
 
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Hallo Jean,

ich würd dir auch empfehlen, mit deinen Eltern mitzuziehen. Du kommst auch hier ziemlich unsicher rüber und ich finde es nicht schlimm oder ungewöhnlich, mit 18 noch bei den Eltern zu wohnen. Ungewöhnlich fände ich es, wenn jemand direkt mit 18 auszieht nur weil er volljährig ist.

Letztlich musst du aber selbst wissen, was du willst. Vielleicht wäre es auch möglich, die Schule dort zu beenden und dann nachzukommen!?

Warum orientierst du dich an den Mitschülern, die noch schlechter sind als du? Selbst wenn alle schlechtere Noten bekommen würden, sollten sie nicht dein Maßstab sein! Willst du denn eine kaufmännische Laufbahn einschlagen? Was käme denn noch in Frage? Du machst Musik ... vielleicht bist du für etwas Kreatives geeignet!?

Gruß
EinzigEine
Besucher   |13.11.2012; 18:26:06
Welche Punkte?

Ich finde es ja auch nicht schlimm, zuhause bei meinen Eltern zu wohnen, aber ich weiß nicht, ob ich wieder alles zurück lassen will um wieder irgendwo in einem Kaff zu landen, wo ich nichts kenne.
Wenn wir umziehen, bin ich mit der Schule fertig und fange dann eine Ausbildung an ( vorausgesetzt, ich bleibe nicht hocken).

Keine Ahnung, ob ich eine kaufmännische Laufbahn machen will, aber macht irgendwie Sinn, wenn ich jetzt schon auf so einer Schule bin - finde ich.
Ich habe mir generell keine Gedanken zum Beruf oder so gemacht, weil meine Eltern wollen daß ich das mache, damit meine Zukunft abgesichert ist, oder so ähnlich.

Aber danke für eure Antworten.
Myri  - re:   |13.11.2012; 23:26:54
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Jean schrieb:
Ich hab mir generell keine Gedanken zum Beruf oder so gemacht, weil meine Eltern wollen das ich das mache, damit meine Zukunft abgesichert ist..oder so ähnlich.


Dann solltest du dich mal damit beschäftigen, dir Gedanken zu machen, oder willst du dich dein Leben lang fremdbestimmen lassen oder nur vor dich hindümpeln?
Du bist kein Kleinkind mehr. Auch wenn man dir offenbar zu lange alle Entscheidungen abgenommen hat (und damit deine Bequemlichkeit, was die Benutzung des eigenen Kopfes angeht, nur gefördert hat), so ist jetzt mit Sicherheit der richtige Zeitpunkt gekommen, das zu ändern.
Sprich mit deinen Eltern, tausch dich mit Lehrern oder/und Berufsberatungsstellen aus. Stell Fragen, vor allem auch an dich selbst, wo deine Stärken, Schwächen und Interessen liegen.
EinzigEine  - re:   |14.11.2012; 16:04:16
 
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Jean schrieb:
Welche Punkte ?

Lies dir einfach noch mal durch, was du geschrieben hast !

Zitat:
Keine Ahnung ob ich eine kaufmännische Laufbahn machen will, aber macht irgendwie Sinn, wenn ich jetzt schon auf so einer Schule bin - finde ich.

Aber du hast geschrieben, dass dir diese Schule gar keinen Spaß macht!? Wieso willst du dann in dieser Richtung weiter machen? Oder kannst du mit dem Abschluss keinen anderen Beruf erlernen???
Besucher   |14.11.2012; 16:11:24
Denke schon, daß ich auch was anderes mit dem Abschluß machen kann, aber dann wäre ich ja 2 Jahre umsonst auf der Schule gewesen.
EinzigEine   |14.11.2012; 18:00:40
 
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Auf der Schule ist man nie umsonst, auch wenn sie in den meisten Fällen kostenlos ist !
Und bitte nicht noch so ein "Ja, aber ..."-Sager!
Fen   |14.11.2012; 20:01:02
 
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Meine drei Ausbildungsberufe waren alle nicht vergebens. Auch wenn ich heute etwas ganz anderes mache als Dekorieren, Tischlern oder Handel treiben anstellen.
punk_wolf   |14.11.2012; 20:04:26
 
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aber, damit hat man immer ne gewisse grundbildung, die sich im leben iiiiiiirgendwann bezahlt macht, stimmts?
Besucher   |14.11.2012; 20:31:11
Ich habe ja jetzt auch kein Problem mit der Schule. Die Ausbildung ist mir auch relativ egal, Hauptsache ich habe irgendetwas. Ich hänge halt eher an dem Punkt, ob ich mit umziehe oder eben nicht.
EinzigEine   |14.11.2012; 20:32:38
 
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Kurz nachdem ich im Sommer 1989 mein Fachschulstudium beendet hatte, kam die Wende und alles wurde anders. Mein während des Studiums erworbenes Wissen war nicht mehr viel wert. Trotzdem war das Studium nicht umsonst, denn ich weiß nicht, ob ich ohne diesen Abschluss ein Jahr später meinen neuen Job bekommen hätte ... obwohl ich dafür später auch noch mal die Schulbank drücken musste. Lust hatte ich dazu nicht unbedingt, aber jetzt bin ich froh, dass ich es gemacht habe!
Besucher   |14.11.2012; 20:35:37
Ja, wie gesagt, die Schule mache ich ja so oder so fertig. Mein Hauptproblem ist eben zu entscheiden, ob ich mit umziehe oder hier bleibe. Und ja, was auf mich so zu kommt, wenn ich alleine wohne und so.
Fen   |14.11.2012; 20:40:30
 
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Schreib doch mal die Vor- und Nachteile auf Karten. Dann gebe allen Argumenten (Karten) Punkte von 1 bis 5 (1 = egal bis 5 = total wichtig). Ein Haufen "eigene Wohnung" und einer "Mitziehen". Der Haufen der mehr Punkte hat ist deine Entscheidung.
Besucher   |14.11.2012; 20:53:16
Ich habe eine Liste gemacht, aber ich bin zu dumm, um daraus eine Schlußfolgerung zu ziehen, weil mein Dad behauptet, meine Liste beinhaltet nur Schwachsinn und ich muß eine Neue machen.
Fen   |14.11.2012; 22:08:00
 
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Mach keine Liste. Nehm Karteikarten oder kleine Zettel. Nur ein Gedanke, Aspekt, Argument pro Karte. Ob das Schwachsinn ist oder nicht spielt keine Rolle. Bewerte die Karten einzeln.
Besucher   |14.11.2012; 22:13:42
Ok, für den Umzug fallen mir nur 3 - 4 Dinge und Sachen ein. Für hier bleiben halt total viel, weil ich ja hier wohnen und alles kenne. Das finde ich eben so schwierig.
EinzigEine   |15.11.2012; 07:10:30
 
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... dann bewerte diese drei oder vier Dinge mit einer hohen Punktzahl und die Dinge, die für ein Mitziehen sprechen, entsprechend niedriger. Letztlich entscheidet die Gesamtpunktzahl, nicht die Anzahl der Argumente. Du kannst nicht alles haben ... egal wie du entscheidest, wird es Vor- und Nachteile geben.
Fen   |15.11.2012; 07:25:45
 
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Es kommt darauf an, dass du die einzelnen Aspekte bewertest. Wie wichtig ist in einer Skala von 1 bis 5 beispielsweise der Aspekt "hier kenne ich alles"? Die Anzahl der Karten für "bleiben" oder "mitziehen" ist nur dann von Interesse, wenn das Ergebnis nicht eindeutig ist. Sollte es nicht eindeutig genug sein, dann vergebe nur 1 für "nicht wichtig", 3 für "vorteilhaft" und 5 für "unverzichtbar".

Mal eine ganz andere Frage. Eine Spekulation zugegeben, die hoffentlich nicht eintritt. Was würdest du machen, wenn deine Eltern bei einem Unfall ums Leben kämen?
webster   |15.11.2012; 12:37:51
 
Fake- Check: Die FV LLL'ler können dies bisher nicht ausschließen.
 
moin jean,

ich habe derzeit eine ähnliche frage, allerdings auf job ebene....

alter job
- niediges gehalt
- kleines büro
- wenig urlaub (1 woche max am stück!!)
- schlechte manieren des cheffs
- langer arbeitsweg 38 km eine tour

+ gutes klima unter mitarbeiter
+ relativ gute auftragslage
+ freiheiten (musik hören, internet, freie entscheidungen)
+ kenne die arbeit was auf einen zukommt

neuer job
- neue kollegen, neuer chef
- neue software erlernen
- keine freiheiten wie musik hören etc.

+ kann was neues kennenlernen
+ mehr gehalt
+ mehr arbeit
+ mehr urlaub
+ nur 10 min autofahrt
+ sozial engagierte firma

also ganz klar, neuer job.....

sowas solltest du auch dir machen.
wo wohnst du ?
stelle die orte gegenüber
informiere dich über den ort, was kann man dort machen, was ist in der nähe etc.
durch die medien internet, handy etc sind deine freunde auch nicht ganz weg. nur weiter entfernt als jetzt. gute freunde sind auch später für einen da.

was dir klar werden sollte, ist das was du machen möchtest.
eine ausbildung soll dir die grundlage schaffen, dich später ernähren zu können. ob die erste ausbildung das ist was dich glücklich machen wird über jahrzehnte..... weiss man erst hinterher.

also wie singt h.p.baxter von scooter? move your ass !

gruß webster
Besucher   |15.11.2012; 14:16:55
Danke für den Tipp, werde mir gleich noch mal dazu neue Gedanken machen und die dann so ordnen, daß klappt dann bestimmt.

@fen: Das wäre echt krass, wenn das passieren würde - ich denke, daß ich dann voll kaputt gehen würde.
Und vermutlich würde ich dann eine kurze Zeit bei meinen Großeltern leben, mit meinen Geschwistern, was aber auf Dauer nicht funktionieren würde, wegen Platzmangel. Dann würde ich vielleicht mit meinem Bruder in einer Wohnung ziehen. Aber keine Ahnung, daß ist halt echt ein Härtefall, worüber ich auch nicht nachdenken möchte.
EinzigEine   |15.11.2012; 19:23:01
 
EinzigEine überprüft die User auf Fakes.
 
Cooles Beispiel, Webster!
(Allerdings wäre das Argument "mehr Arbeit" im neuen Job für MICH eher etwas, das ein Minus bekäme )
Wann fängst du den neuen Job an?
webster   |16.11.2012; 07:46:36
 
Fake- Check: Die FV LLL'ler können dies bisher nicht ausschließen.
 
hallo einzigeine,

mehr arbeit ist auch immer gut wenn man an die zukunft denkt. die firma ist schön gross das man auf eine längerfristige bindung hoffen kann.

kleines büro ist anfälliger auf auftragsschwankungen.

lieber mehr arbeit auf dem tisch, ich mag lieber mit etwas druck im nacken zu arbeiten. dann bin ich konzentrierter.
ein gesundes maß muss es sein.

gruß webster

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