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Sonntag, 1. Juni 2008 um 01:43
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Dienstag, 20. August 2013 um 13:09

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eine überlegung...

Wir kamen heute auf ein Thema, das mich mal wieder dazu gebracht hat, über mich nachzudenken. (passiert seltener, als es hier den Anschein hat ;))

Ich verliebe mich sehr schnell. Und meistens muß ich mich dafür rechtfertigen, weil es die meisten Menschen komisch finden, sich in kürzester Zeit für unterschiedliche Menschen begeistern zu können. Ob das vielleicht mit den unterschiedlichen Vorstellungen von "sich verlieben" zu tun hat? Heißt verlieben, in dem anderen Menschen sofort den potenziellen Lebenspartner zu sehen? Oder ist es nicht einfach nur eine chemische Reaktion im Gehirn, die bei manchen Menschen einfach schneller passiert als bei anderen? Ich denke letzteres... und damit wird ein sich rechtfertigen unnötig. Mein Gehirn feiert ja eh schon so oft ohne mich Party - ich habe es meistens nicht in der Hand, für wen ich mich wann, wie intensiv begeistere. Auch da wünschte ich mir manchmal, es sei anders. Zu rasche Begeisterungsfähigkeit wird einem meist als Oberflächlichkeit ausgelegt. Es lebe das vorurteil...

 

Das LLL- Treffen heute war echt schön! :) Die Aufregung war umsonst gewesen... ;) Und mal gucken, ob ich morgen oder so die Bilder schon hochlade... mögt ihr Rosen? *lol*

Besucher_in   |02.06.2008; 16:47:50
Hallo,

seit einiger Zeit beschäftigt mich genau das gleiche Thema - Verliebtheit und wer sich traut. Trau ich mich?

Ich habe gemerkt, daß es für mich gut und wichtig ist, in dieses Gefühl zu gehen, es aber auch deutlich von dem, was man Liebe (die erst wachsen mu&szlig nennt, zu trennen.

Lange Zeit war ich nicht so "mutig", insbesondere in einer Beziehung erlauben sich nur wenige diese Begeisterungsfähigkeit für andere. Für mich war das lange Zeit auch immer wie ein emotionaler Seitensprung, den ich abgebrochen habe, bevor ich da zu sehr hineingehe.

Heute bin ich da entspannter, genieße was in mir passiert, wenn's passiert, und habe auch nicht den Anspruch, daß daraus unbedingt mehr wird - ja nicht mal, daß das Verliebtheitsgefühl erwidert wird.

In Erklärungsnotwendigkeit komme ich aber auch manchmal. Oft, wenn die andere Person aus einem gegenseitigen Gefühl im Hauruck-Verfahren mehr machen möchte, sozusagen den fünften Schritt nach dem zweiten. Und das sind dann z.B. Missverständnisse, die man Klären muss.

Umgekehrt gibt es das dann natürlich auch. Plötzlich erlaubt sich eine verheiratete Frau mit Kindern, sich mir zu offenbaren. Eigentlich eine ganz tolle und mutige Geschichte. Leider können wir uns nicht als ganz normale Freunde besuchen, weil ihre Nachbarn tuscheln würden. Auch da wäre Rechtfertigungsnotstand.

Ich finde aber, Rechtfertigung sollte nicht notwendig sein. Jeder darf sich verlieben, auch in schneller Folge, auch in mehrere Menschen gleichzeitig.

Was das Verliebtsein mit den anderen Menschen macht, ist eine andere Sache. Wenn es sie verunsichert, müssten sie aber eher bei sich selbst schauen, als daß Du es erklären müßtest.

Viele Grüße
Besucher_in   |02.06.2008; 21:17:58
find ich gut, deine meinung zu den dingen... es ist immer wieder beruhigend zu lesen, dass es anderen menschen ähnlich geht, gerade in bereichen, wo man schnell komisch angeguckt wird, wenn man sich nicht an der norm orientiert...

ich glaube, eine feste beziehung würde ich nur mit einer person führen können, aber mich emotional einschränken lassen, beschränken lassen auf einen einzigen menschen, könnte ich auch nicht mehr akzeptieren... klingt paradox, oder?
Besucher_in  - re:   |05.06.2008; 22:05:41
Zitat:
Ich glaube, eine feste Beziehung würde ich nur mit einer Person führen können, aber mich emotional einschränken lassen, beschränken lassen auf einen einzigen Menschen, könnte ich auch nicht mehr akzeptieren... klingt paradox, oder?

Nein, gar nicht. Genau das ist es, was für mich ganz schlüssig klingt, und was ich mittlerweile auch für normal halte.

Ich finde, man darf auch mehrere Menschen nicht nur mögen, sondern für diese Menschen auch herzlichere Gefühle haben. Der Übergang zum Verliebtsein ist da fließend.

Daraus mehrere gleichzeitige Beziehungen entstehen zu lassen, funktioniert nur, wenn alle Beteiligten damit zurechtkommen. Das ist es aber auch gar nicht, was ich meinte. Für mich selbst kann ich mir das auch nicht so recht vorstellen.

Aber auch wenn ich mal wieder in einer Liebesbeziehung bin, würde ich keine Einschränkungen mehr in Herzlichkeit (und eventuell auch "Schwärmerei" ) machen. Ich find's super, einem Menschen auch sagen zu können: "Ich find Dich toll" oder "Ich hab Dich gern" oder vielleicht sogar "Ich bin ein bißchen verliebt" - und das möglichst, ohne daß es gleich zu Schwierigkeiten in der eigenen Beziehung oder der des angesprochenen Menschen führt.

Heutzutage ist es meist wohl noch notwendig voranzustellen: "Bitte nicht falsch verstehen, aber...". Und trotzdem versteht nicht jede(r) es richtig.

Aber Menschen wie wir arbeiten daran, die Gesellschaft dahingehend zu öffnen.

Viele Grüße

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