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Wieso?
Wieso?
Am letzten Schultag vor den Ferien durften wir in Deutsch zwei Stunden nutzen, um eine eigene Kurzgeschichte zu erfinden
Und das ist mein Ergebnis:
Jener Morgen
Er sah die Schiffe schon von weitem, wie sie verträumt auf den Wellen hin und herschaukelten. Er ging wie jeden Morgen die kleine Steintreppe herunter, wobei er auf seine Taschenuhr schaute.
Es war 6 Uhr zweiundvierzig. Wie jeden Morgen. Er stieg die Stufen herab. Es waren elf stück. Nicht mehr und nicht weniger. Wie jeden Morgen.
Mit Hilfe seines Gehstocks humpelte er zu der Bank.
Genau fünfzehn Schritte. Die eine Hälfte der Bank lag im Schatten der alten Eiche. Sie war brüchig, knorrig und ergraut. Sah mindestens genauso alt aus wie er. Wie jeden Morgen.
Er setzte sich wie üblich auf die linke Seite. In den Schatten.
Er brauchte nicht auf seine Taschenuhr zu schauen, um die Uhrzeit zu wissen.
sechs Uhr dreiundvierzieg. Er betrachtete ein prächtiges Segelschiff, welches elegant über das Wasser glitt und an den Steg andockte.
Er genoss den Anblick, dachte daran dass er einst ein Teil von alldem gewesen war. Von dem Wasser,den Schiffen und dem gesamten Hafen.
Doch nun war er nichts weiter als ein alter Mann. Ein alter Mann,
der einfach nur dasaß und sich erinnerte. Wie jeden Morgen.
Plötzlich setzte sich jemand neben ihn.
Das erste Mal seit all den Jahren setzte sich jemand neben ihn.
Aus dem Augenwinkel konnte er erkennen, dass es ein junger Mann von stattlicher Statur war. Er trug einen Matrosenanzug. Seine Anwesenheit beunruhigte ihn. Sonst hatte sich nie jemand in seine Nähe begeben.
Der junge Mann begann zu sprechen: "Darf ich fragen, warum sie hier so alleine sitzen?". Die Direktheit des Fremden überraschte ihn, doch noch mehr überraschte ihn seine eigene Antwort: "Ich beobachte meine Vergangenheit. Wie jeden Morgen.". Der junge Mann runzelte die Stirn und fragte: "Sie waren also auch einst ein Seemann?".
"Oh ja, das war ich. Und wahrscheinlich war ich Ihnen gar nicht mal so unähnlich.", erwiderte er mit einem schwachen Lächeln. Auf einmal erhob sich der junge Mann. "Mein Schiff wird in Kürze den Hafen verlassen. Warum begleiten sie mich nicht für diese eine Fahrt?". Nervös fuhr er mit den Fingern über seine Taschenuhr. Er wusste nicht wie spät es war.
Wie an keinem Morgen je zuvor. Plötzlich wusste er nicht einmal mehr,
wie viele Schritte er gehen musste um heimzukehren und wie viele Stufen er hinaufsteigen müsste um seinen geliebten Hafen zu verlassen.
Wie an keinem Morgen je zuvor. Er hatte auf einmal furchtbare Angst, doch irgendetwas trieb ihn dazu, den jungen Mann zu begleiten.
Als er am Bug des Schiffes stand, fühlte es sich an, als würde er den großen Traum seiner Jugend, seine erste Schiffsfahrt ein zweites Mal erleben. Er schmeckte die salzige Luft und ließ sie tief in seine Lungen strömen. Er spürte, wie ihm der Wind scharf ins Gesicht schlug und seine Haare zerzauste. Er fühlte sich frei und fern von seinem Alltag.
Wie an jenem Morgen vor vielen, vielen Jahren.
Und das ist mein Ergebnis:
Jener Morgen
Er sah die Schiffe schon von weitem, wie sie verträumt auf den Wellen hin und herschaukelten. Er ging wie jeden Morgen die kleine Steintreppe herunter, wobei er auf seine Taschenuhr schaute.
Es war 6 Uhr zweiundvierzig. Wie jeden Morgen. Er stieg die Stufen herab. Es waren elf stück. Nicht mehr und nicht weniger. Wie jeden Morgen.
Mit Hilfe seines Gehstocks humpelte er zu der Bank.
Genau fünfzehn Schritte. Die eine Hälfte der Bank lag im Schatten der alten Eiche. Sie war brüchig, knorrig und ergraut. Sah mindestens genauso alt aus wie er. Wie jeden Morgen.
Er setzte sich wie üblich auf die linke Seite. In den Schatten.
Er brauchte nicht auf seine Taschenuhr zu schauen, um die Uhrzeit zu wissen.
sechs Uhr dreiundvierzieg. Er betrachtete ein prächtiges Segelschiff, welches elegant über das Wasser glitt und an den Steg andockte.
Er genoss den Anblick, dachte daran dass er einst ein Teil von alldem gewesen war. Von dem Wasser,den Schiffen und dem gesamten Hafen.
Doch nun war er nichts weiter als ein alter Mann. Ein alter Mann,
der einfach nur dasaß und sich erinnerte. Wie jeden Morgen.
Plötzlich setzte sich jemand neben ihn.
Das erste Mal seit all den Jahren setzte sich jemand neben ihn.
Aus dem Augenwinkel konnte er erkennen, dass es ein junger Mann von stattlicher Statur war. Er trug einen Matrosenanzug. Seine Anwesenheit beunruhigte ihn. Sonst hatte sich nie jemand in seine Nähe begeben.
Der junge Mann begann zu sprechen: "Darf ich fragen, warum sie hier so alleine sitzen?". Die Direktheit des Fremden überraschte ihn, doch noch mehr überraschte ihn seine eigene Antwort: "Ich beobachte meine Vergangenheit. Wie jeden Morgen.". Der junge Mann runzelte die Stirn und fragte: "Sie waren also auch einst ein Seemann?".
"Oh ja, das war ich. Und wahrscheinlich war ich Ihnen gar nicht mal so unähnlich.", erwiderte er mit einem schwachen Lächeln. Auf einmal erhob sich der junge Mann. "Mein Schiff wird in Kürze den Hafen verlassen. Warum begleiten sie mich nicht für diese eine Fahrt?". Nervös fuhr er mit den Fingern über seine Taschenuhr. Er wusste nicht wie spät es war.
Wie an keinem Morgen je zuvor. Plötzlich wusste er nicht einmal mehr,
wie viele Schritte er gehen musste um heimzukehren und wie viele Stufen er hinaufsteigen müsste um seinen geliebten Hafen zu verlassen.
Wie an keinem Morgen je zuvor. Er hatte auf einmal furchtbare Angst, doch irgendetwas trieb ihn dazu, den jungen Mann zu begleiten.
Als er am Bug des Schiffes stand, fühlte es sich an, als würde er den großen Traum seiner Jugend, seine erste Schiffsfahrt ein zweites Mal erleben. Er schmeckte die salzige Luft und ließ sie tief in seine Lungen strömen. Er spürte, wie ihm der Wind scharf ins Gesicht schlug und seine Haare zerzauste. Er fühlte sich frei und fern von seinem Alltag.
Wie an jenem Morgen vor vielen, vielen Jahren.
Kurzlink: lilelu.de/!15754
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Kuzgeschichteswallow01, 03.08.2017, 23:19
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regulator, 04.08.2017, 00:02
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swallow01, 05.08.2017, 13:58
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Panthera, 06.08.2017, 17:47
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swallow01, 07.08.2017, 23:45
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