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"Coming in?"? Beziehung beenden, weil sich die sexuelle Orientierung geändert hat?
Beitrag geschrieben von Johannes am 21.11.2017, 15:24 Uhr
von  Johannes
 
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Hallo!

Schon seit dem Studium, also seit mehr als 20 Jahren, bin ich (mittlerweile Ende 40) meinem Partner zusammen, seit einigen Jahren in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.

Ebenfalls seit ein paar Jahren gab es daneben auch eine Beziehung mit einer Frau, die diese jetzt beendet hat. Sie will nur noch eine Freundschaft mit mir. Das verursacht noch immer Liebeskummer.

Mir ist mittlerweile klar geworden, daß meine sexuelle Orientierung wohl nur auf Frauen ausgerichtet ist; ich fühle mich meinem Partner zwar emotional sehr nah, habe aber kein sexuelles Verlangen nach ihm; ich fühle mich eigentlich auch nicht zu anderen Männern hingezogen, bin also wohl nicht bi, sondern hetero.

Der Alltag in der Beziehung mit meinem Lebenspartner funktioniert, es gibt keinen Streit, ich fühle mich geborgen, wir haben viele Gemeinsamkeiten, dennoch fehlt etwas.

Ich zögere, die Beziehung zu beenden oder auch nur zu gefährden, indem ich mich meinem Partner offenbare, eine Beziehung besteht ja nicht nur aus Sexualität. Ich möchte ihn auch nicht verletzen.

Auch im Familien- und Freundeskreis sind wir völlig akzeptiert als Paar.

Ist eine unvollkommene Beziehung nicht immer noch besser als alleine zu sein?

Aber auf der anderen Seite fürchte ich, wenn ich an der Beziehung festhalte, verbaue ich mir und auch ihm die Chance auf eine auch sexuell erfüllende Beziehung.

Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Hat jemand aus Rücksicht auf eine langjährige Beziehung auf ein coming out (bei mir wäre es ein "coming in", aber die damit verbundenen Probleme werden dieselben sein) verzichtet oder trotzdem an der Beziehung festgehalten - und es später bereut oder lebt weiter gut mit der Entscheidung?

Gruß

Johannes
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Re:"Coming in?"? Beziehung beenden, weil sich die sexuelle Orientierung geändert hat?
Beitrag geschrieben von Fen am 21.11.2017, 18:25 Uhr
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von  Fen
 
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Hallo Johannes!

Welche Grundlage hatte Deine Beziehung zu Deinem Partner bisher? Das ist mir nicht klar geworden aus Deiner Schilderung.
Ich bin anders normal.
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Re:"Coming in?"? Beziehung beenden, weil sich die sexuelle Orientierung geändert hat?
Beitrag geschrieben von Johannes am 21.11.2017, 19:41 Uhr
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von  Johannes
 
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Hallo Fen!

Anfangs war es eine echte Liebesbeziehung, mit Verliebtheit und auch mit Sexualität.

Mittlerweile ist es aufgrund der langjährigen Beziehung eine große Vertrautheit und auch emotionale Nähe, wir haben viel miteinander gemeinsam (denselben Beruf, so daß wir uns gut austauschen können, ähnliche Interessen und Ansichten, denselben Freundeskreis, die Familien gehören praktisch schon zusammen), er ist so Bestandteil meines Alltags, daß ich mir ein Leben ohne ihn kaum vorstellen kann - aber vielleicht ist das auch nur Angst vor Veränderung oder Alleinsein?

Irgendwann war dann aber Neugier und Bedürfnis nach heterosexuellem Sex, diesem Bedürfnis habe ich auch vor einigen Jahren nachgegeben, und mittlerweile empfinde nur noch den Wunsch und das Bedürfnis nach Sexualität mit Frauen, nicht nach Männern...

Johannes
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Re:"Coming in?"? Beziehung beenden, weil sich die sexuelle Orientierung geändert hat?
Beitrag geschrieben von Fen am 22.11.2017, 10:26 Uhr
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Letzte Änderung: 22.11.2017, 10:29 von Fen.
von  Fen
 
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Wie hat Dein Partner auf Deine Beziehung mit der Frau reagiert und welcher Art war die Beziehung zu dieser Frau?

Die Beziehung mit Deinem Partner hat nun schon lange Bestand. Es ist so selten nicht, wenn die Lust auf einen Partner mit der Zeit abhanden kommt. Ist Dein sexuelles Interesse zwischen euch ein Thema, über das ihr sprecht?

Mit einer Frau ist das für Dich jetzt erst einmal aufregend und neu. Könntest Du Dir vorstellen eine Alltagsbeziehung mit einer Frau zu führen?
Ich bin anders normal.
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Re:
Beitrag geschrieben von Johannes am 22.11.2017, 12:53 Uhr
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von  Johannes
 
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Hallo Fen,

danke für Deine Anteilnahme.

Zitat Fen:
Wie hat Dein Partner auf Deine Beziehung mit der Frau reagiert und welcher Art war die Beziehung zu dieser Frau?


Nach Außen und auch gegenüber meinem Partner nur eine Freundschaft, ich war bzw. bin noch immmer verliebt, aus ihrer Sicht wohl eine klassische Affäre.

Zitat Fen:
Die Beziehung mit Deinem Partner hat nun schon lange Bestand. Es ist so selten nicht, wenn die Lust auf einen Partner mit der Zeit abhanden kommt. Ist Dein sexuelles Interesse zwischen euch ein Thema, über das ihr sprecht?


Bisher nicht. Ich weiß nicht, wie er reagieren wird - Beendigung der Partnerschaft, Forderung nach künftiger Treue, d.h. für mich Enthaltsamkeit gegenüber Frauen, oder Zustimmung zu einer offenen Beziehung...?

Zitat Fen:
Mit einer Frau ist das für Dich jetzt erst einmal aufregend und neu.


Da die Beziehung schon einige Zeit bestanden hat, war es zwar nicht mehr wirklich neu, aber noch immer aufregend...

Zitat Fen:
Könntest Du Dir vorstellen eine Alltagsbeziehung mit einer Frau zu führen?


Momentan kann ich mir eine Trennung von meinem Lebenspartner und eine Alltagsbeziehung mit einem anderen Menschen noch überhaupt nicht richtig vorstellen...

Johannes
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Re:
Beitrag geschrieben von Fen am 22.11.2017, 14:59 Uhr
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Letzte Änderung: 22.11.2017, 15:06 von Fen.
von  Fen
 
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Bevor Du darüber nachdenkst, ob Du die Beziehung mit Deinem Partner fortführen kannst und willst, wäre es nicht angebracht mit ihm darüber zu sprechen?

Wenn Du ihn belügst in Bezug auf die - inzwischen von ihrer Seite beendete - Beziehung zu der Frau, verschweigst was in Bezug auf eure Beziehung in Dir vorgeht, wie ehrlich bist Du mit Dir selbst? Auf welche Wahrheit gründest Du Dein Leben heute und morgen?

Du gibst Dir selbst die Antworten, die Du suchst.

Zitat Johannes:
Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Hat jemand aus Rücksicht auf eine langjährige Beziehung auf ein coming out (bei mir wäre es ein "coming in", aber die damit verbundenen Probleme werden dieselben sein) verzichtet oder trotzdem an der Beziehung festgehalten - und es später bereut oder lebt weiter gut mit der Entscheidung
Entsprechden Erfahrungen habe ich gesammtelt. Es gab für mich kein Happy End. Wenn es etwas zu bereue gibt, dann dass ich viel zu lange geschwiegen beziehungsweise nicht die ganze Wahrheit gesagt habe. Das Leben hält mehr Option als "verzichtet oder trotzdem an der Beziehung festgehalten" bereit. Mit einer Lebenslüge wird niemand glücklich.
Ich bin anders normal.
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Re:"Coming in?"? Beziehung beenden, weil sich die sexuelle Orientierung geändert hat?
Beitrag geschrieben von Ruhrpottler am 07.12.2017, 16:27 Uhr
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von  Ruhrpottler
 
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Hallo Johannes,

Fen hat schon einige sehr kluge Dinge geschrieben, wie ich finde. Insbesondere der Hinweis, dass es in deiner Situation nicht nur zwei Wege gibt ("Trennung und Heterosex" vs. "Heteroverzicht mit gefestigtem Beziehungsleben").

Was in uns Menschen vorgeht, was uns bewegt, führt ansich erst mal selten zur Gefährdung einer guten Beziehung. Ich kann meiner Frau sagen, wenn ich eine andere Frau sympathisch finde oder dass ich auch auf Männer stehe, ohne dass sie es als Gefahr ansieht, unsere Liebe und Beziehung könnte zuende gehen.

Es ist eher die Art, wie wir es mitteilen und wie der andere es auffasst, dass es zu einem Problem werden kann. Ich kann offensiv sagen: "Ich will dem Typen da vorn die Klamotten vom Leib reißen." Ich kann aber auch sagen: "Der ist attraktiv, findest du nicht auch?"

Das ist die eine Sache, nämlich die der Worte. Die andere ist die der Taten. Was genau willst du? Was fehlt dir? Was wünscht du dir? Ist das Defizit, das du fühlst, wirklich da oder verstärkt es sich nur, weil du dich so besonders darauf fokussierst?

Wenn du wirklich etwas anderes leben willst, dann ist wiederum die Frage, ob dein Partner das als eine Gefahr für eure Beziehung ansehen würde oder auch, ob dein Verhalten als gefährlich für eure Beziehung zu werten ist. Es gibt Lebensmodelle, bei denen führt eine zweite Beziehung unweigerlich dazu, dass die bestehende Beziehung weniger Raum bekommt. Umgekehrt gibt es aber auch die Variante, dass sich die Zweitbeziehung zurücknimmt und keinen merklichen Einfluss auf die erste hat. In die letzte Kategorie fiel vermutlich die Beziehung zu deiner Freundin.

Vorgehensvorschlag: Rede mit deinem Partner darüber, wie es dir in eurer Beziehung geht. Frage ihn, wie es ihm geht. Erkläre, was da Neues in dir vorgeht und dass du (sofern du es ernst meinst) keinen Alleingang ohne ihn anstellen willst. Bewegt euch sprachlich, gedanklich, emotional langsam, aber immer gemeinsam weiter. Für jemanden, der neu mit dieser Situation konfrontiert wird, braucht es meistens Zeit, sich mit den neuen Gedanken und Gefühlen anzufreunden.

Wenn ihr die Entwicklung unterschiedlich schnell geht, bleibt die Beziehung vermutlich auf der Strecke. Allerdings kann es natürlich auch sein, dass er gar kein so großes Problem mit deinen Sehnsüchten hat. Man weiß es nicht. Du müsstest ihn fragen.

Viele Grüße
Ruhrpottler
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Re:
Beitrag geschrieben von Johannes am 07.12.2017, 19:33 Uhr
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von  Johannes
 
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Hallo Ruhrpottler,

danke für Deinen Beitrag!

Zitat Ruhrpottler:
Hallo Johannes,

Fen hat schon einige sehr kluge Dinge geschrieben, wie ich finde. Insbesondere der Hinweis, dass es in deiner Situation nicht nur zwei Wege gibt ("Trennung und Heterosex" vs. "Heteroverzicht mit gefestigtem Beziehungsleben").


Ja, ein möglicher weiterer Weg wäre vielleicht eine Art von offener bzw. polyamorer Beziehung - aber ob mein Partner dazu bereit wäre, weiß ich nicht, und ich habe noch nicht gewagt, das Thema anzusprechen.


Zitat Ruhrpottler:
Das ist die eine Sache, nämlich die der Worte. Die andere ist die der Taten. Was genau willst du? Was fehlt dir? Was wünscht du dir? Ist das Defizit, das du fühlst, wirklich da oder verstärkt es sich nur, weil du dich so besonders darauf fokussierst?


Gute Frage. Was mir fehlt, ist die Nähe und Intimität mit einer -genauer: mit dieser - Frau; was genau ich will, ist mir auch noch nicht klar - eine offene Beziehung mit beiden (abgesehen davon, daß das schon deshalb unrealistisch ist, weil sie es ganz klar abgelehnt hat, und wie mein Partner dazu stünde, weiß ich auch nicht) - oder eine monogame Beziehung mit einer Frau.

Woran merkt man den Unterschied, ob ein gefühltes Defizit wirklich da ist oder nur deshalb, weil man sich darauf fokussiert und das, was man gerade nicht hat, in meinem Fall also die Beziehung zur Frau, mehr vermißt als das, was man hat, also die Beziehung zu meinem Partner.

Zitat Ruhrpottler:
Wenn du wirklich etwas anderes leben willst, dann ist wiederum die Frage, ob dein Partner das als eine Gefahr für eure Beziehung ansehen würde oder auch, ob dein Verhalten als gefährlich für eure Beziehung zu werten ist. Es gibt Lebensmodelle, bei denen führt eine zweite Beziehung unweigerlich dazu, dass die bestehende Beziehung weniger Raum bekommt. Umgekehrt gibt es aber auch die Variante, dass sich die Zweitbeziehung zurücknimmt und keinen merklichen Einfluss auf die erste hat. In die letzte Kategorie fiel vermutlich die Beziehung zu deiner Freundin.


Ja, die Beziehung zu meiner Freundin fiel in die letzte Kategorie; aber das war ihr zu wenig, und mir eigentlich auch. Mehr gemeinsame Zeit mit ihr (oder einer anderen Frau), z.B. auch mal gemeinsam in den Urlaub fahren, würde aber zwangsläufig weniger Zeit für die Beziehung mit dem Partner bedeuten und damit diese Beziehung gefährden.

Zitat Ruhrpottler:
Vorgehensvorschlag: Rede mit deinem Partner darüber, wie es dir in eurer Beziehung geht. Frage ihn, wie es ihm geht. Erkläre, was da Neues in dir vorgeht und dass du (sofern du es ernst meinst) keinen Alleingang ohne ihn anstellen willst. Bewegt euch sprachlich, gedanklich, emotional langsam, aber immer gemeinsam weiter. Für jemanden, der neu mit dieser Situation konfrontiert wird, braucht es meistens Zeit, sich mit den neuen Gedanken und Gefühlen anzufreunden.

Wenn ihr die Entwicklung unterschiedlich schnell geht, bleibt die Beziehung vermutlich auf der Strecke. Allerdings kann es natürlich auch sein, dass er gar kein so großes Problem mit deinen Sehnsüchten hat. Man weiß es nicht. Du müsstest ihn fragen.

Viele Grüße
Ruhrpottler


Danke für Deinen Vorschlag!

Ich habe noch nicht gewagt, mit meinem Partner zu sprechen, aus Angst, daß die Beziehung auf der Strecke bleibt, aber Fen hat ja recht, Mit einer Lebenslüge wird niemand glücklich.

Wie lebt Ihr Eure bisexuelle Seite aus? Gar nicht? Mit einem festen Partner und wechselnden Affären? Oder mit einer "Haupt-" und einer "Neben-" Beziehung? Oder mit zwei gleichberechtigten Beziehungen?

Viele Grüße

Johannes
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Re:
Beitrag geschrieben von Ruhrpottler am 07.12.2017, 20:20 Uhr
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von  Ruhrpottler
 
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Wie lebt Ihr Eure bisexuelle Seite aus?


Ich persönlich tobe mich online aus. Ganz selten mal ergibt sich was Reales mit einem Mann, und dann ist es eher spontan. Eine Zweitbeziehung würde ich nicht führen wollen. Da ich schon für mich allein recht viel Zeit benötige und die vorhandene Beziehung ihren (dynamischen) Raum braucht, würde mich ein drittes großes Lebensthema nur stressen.

Bei mir ist es auch weniger die Bisexualität, sondern eher eine Art polyamores Lebensgefühl, das eine größere Rolle spielt und dem ich, wenn ich es denn auf mehrere Beziehungen anlegen wollte, mich eher einfügen würde - also unabhängig vom Geschlecht des anderen. Ich verliebe mich immer wieder mal neu, aber ich weiß, dass ich gut mit dem tollen Gefühl in mir leben kann, ohne daraus eine Beziehung entstehen zu lassen.

Seit ich das so für mich entdeckt habe, ist das Leben deutlich leichter geworden. Ich habe allerdings dazu auch eine Beziehung mit viel gelebter Liebe, intensiver gemeinsamer Zeit und Sexualität. Das reguliert die Sehnsucht nach weiteren Begegnungen auf ein Minimum.


Viele Grüße
vom Ruhrpottler
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Re:
Beitrag geschrieben von Johannes am 21.12.2017, 17:18 Uhr
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von  Johannes
 
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Danke für Eure Antworten!

Zitat Fen:
Bevor Du darüber nachdenkst, ob Du die Beziehung mit Deinem Partner fortführen kannst und willst, wäre es nicht angebracht mit ihm darüber zu sprechen?


Ich schiebe es noch immer vor mir her, mit meinem Partner zu sprechen, zum einen aus Unsicherheit, wie er reagieren wird, aber auch, weil ich mir selbst noch nicht ganz im Klaren darüber bin, wie ich mir die Zukunft vorstelle. Bevor ich mit meinem Partner spreche, wollte ich mir selbst darüber klar werden, ob ich mir überhaupt eine Fortführung der Beziehung vorstellen kann und wenn ja, wie.


Zitat Fen:
Das Leben hält mehr Option als "verzichtet oder trotzdem an der Beziehung festgehalten" bereit.


Welche Optionen meinst Du eigentlich? Eine offene bzw. polyamore Beziehung? Heimliche Affären?

Viele Grüße

Johannes
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Re:
Beitrag geschrieben von Fen am 21.12.2017, 22:17 Uhr
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Letzte Änderung: 21.12.2017, 22:18 von Fen.
von  Fen
 
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Zitat Johannes:

Zitat Fen:
Das Leben hält mehr Option als "verzichtet oder trotzdem an der Beziehung festgehalten" bereit.

Welche Optionen meinst Du eigentlich? Eine offene bzw. polyamore Beziehung? Heimliche Affären?

Polyamorie wäre ein Option. Doch ganz andere, für Dich jetzt noch gar nicht denkbare Optionen würden sich für Dich eröffnen, wenn Du Dir wirklich über Deine Beziehungsbedürfnisse klar wirst.

In Deine jetzige Ehe bist du nach meinem Eindruck hingeschliddert, ohne wirklich über Dich selbbst bescheid zu wissen. Bevor Du nach Dir gemäßen Beziehungsformen suchts, wäre es für Dich gut zu wissen, wie Du tickst. Die Frage hatte ich Dir zum nachdenken mitgegeben, als ich schrieb, "... wie ehrlich bist Du mit Dir selbst? Auf welche Wahrheit gründest Du Dein Leben heute und morgen?".
Ich bin anders normal.
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Re:
Beitrag geschrieben von Johannes am 28.12.2017, 20:27 Uhr
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von  Johannes
 
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Zitat Fen:
Bevor Du nach Dir gemäßen Beziehungsformen suchts, wäre es für Dich gut zu wissen, wie Du tickst. Die Frage hatte ich Dir zum nachdenken mitgegeben, als ich schrieb, "... wie ehrlich bist Du mit Dir selbst? Auf welche Wahrheit gründest Du Dein Leben heute und morgen?".


In sexueller Hinsicht bin ich mir ziemlich sicher, nicht (mehr) homo- oder bisexuell, sondern heterosexuell zu sein.

Dennoch fühle ich mich meinem Partner sehr nahe und verbunden.

Aber reicht das auf Dauer für eine Partnerschaft? Gibt es Liebe ohne Sex?

Johannes.
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Re:
Beitrag geschrieben von Fen am 29.12.2017, 12:05 Uhr
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Letzte Änderung: 29.12.2017, 12:57 von Fen.
von  Fen
 
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Gibt es Liebe ohne Sex?

Das eine hat mit dem anderen gar nichts zu tun. Wie sonst könnte ich beispielsweise meine Kinder lieben? Du kannst Argumentieren, dass sei eine andere Liebe, als zu einem Partner. Es gibt nur Liebe. Keine andere, keine wahre, keine reine. Liebe gibt es nicht in Abstufungen. Meistens wird Liebe mit etwas anderem verwechselt. Mit besitzen wollen oder Anhänglichkeit.


Für mich ist Sex nur mit einem innig geliebten Menschen angenehm. Das ist meine persönliches Empfinden. Ohne Liebe ist Sex für mich leer und mechanisch. Dennoch bleiben Liebe und Sex unabhängig voneinander. Derzeit führe ich gerade eine asexuelle Beziehung. Es geht viel mehr, als Du derzeit denkst.
Ich bin anders normal.
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Re:
Beitrag geschrieben von Ruhrpottler am 04.01.2018, 00:12 Uhr
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von  Ruhrpottler
 
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Gibt es Liebe ohne Sex?


Ja klar, gibt es.
Die Frage ist da aber, ob man persönlich dazu in der Lage ist: ohne Ausleben von Sexualität lieben zu können.
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Re:
Beitrag geschrieben von SophieS. am 07.01.2018, 16:52 Uhr
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von  SophieS.
 
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Lieber Johannes,
wenn ich das richtig verstanden habe, hat sich diese bestimmte Frau bereits von Dir abgewandt - habe ich das richtig verstanden?
Dennoch hast Du momentan das Gefühl nur auf Frauen zu stehen.
Wie war das denn damals, als Du die Beziehung mit Deinem Partner eingegangen bist?

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass es bei mir immer mal wieder Phasen gab in denen ich das Gefühl habe nur auf ein Geschlecht zu stehen und das wechselt immer mal wieder - ich habe das so für mich akzeptiert auch wenn es mich beim Wechsel selber immer wieder überrascht.
Zum Ausleben liebevoller Gefühle einer Frau gegenüber kam es bei mir bisher leider noch nicht - hatte da leider kein Glück.

Wie würde sich das denn jetzt eigentlich für Dich anfühlen, wenn Dein Partner einen anderen Menschen hätte, mit dem er eine Beziehung führen wollte? (Das ist jetzt bitte kein erhobener Zeigefinger, sondern die Frage nach vielleicht etwas verschütteten Gefühlen Deinem Partner gegenüber.) Vielleicht ist da ja doch noch etwas?
Wenn nicht, dann hast Du für Dich gesehen ja nichts zu verlieren...
Wenn doch, dann solltest Du Dir die Zeit nehmen Dir darüber klar zu werden...was immer da raus kommt.

Ich wünsche Dir für Deine Entscheidungen alles Gute!

Liebe Grüße
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Re:
Beitrag geschrieben von Johannes am 07.01.2018, 17:17 Uhr
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von  Johannes
 
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Liebe Sophie,

danke für Deine Antwort.

Ja, meine Ex-Geliebte will nur noch eine Freundschaft mit mir führen, keine Beziehung.

Auch wenn ich deswegen Liebeskummer habe, was manchmal den Blick trüben mag, bin ich mir doch sicher, auch unabhängig von ihr jedenfalls momentan nur auf Frauen zu stehen. Es gibt immer mal wieder Frauen, die ich attraktiv und anziehend finde; ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal einen Mann sexuell anziehend gefunden habe.

Auch wenn ich meinen Partner nicht mehr sexuell anziehend finde, fühle ich mich ihm dennoch emotional sehr nahe.

Ich habe hier einen interessanten Artikel gelesen:

http://www.frauenzimmer.de/cms/beziehung-ohne-sex-trennung-1068117.html

"...Immer wieder werde ich mit der Gretchenfrage konfrontiert: Soll man sich deshalb trennen? Wenn alles wunderbar läuft? "Nur", weil es keinen Sex mehr gibt, weil dieses Bedürfnis, nicht mehr gestillt wird.

Ich gebe Folgendes zu bedenken: Sex ist ein fundamentales Bedürfnis, es ist schon sehr schlimm, wenn jemand mit einem Partner lebt, diesen begehrt und stets in die Röhre guckt, sexuell gesehen. Da hilft auch kein Handbetrieb.

Es gab Zeiten in meinem Leben als Liebesberaterin, in denen hätte ich mit Entschiedenheit gesagt: "Trennung! In so einem Fall muss man sich trennen. Das sind unüberwindbare Gegensätze, es geht einem in der sexlosen Beziehung viel verloren, der ganze Lebenssaft. Sex ist das Gegenteil von Tod, das hat der amerikanische Dichter Tennessee Williams einst gesagt. Sex in der Beziehung muss also sein. "
Sind Affären in einer Beziehung ohne Sex erlaubt?

Heute bin ich milder. Ich halte Sex nach wie vor für elementar. Eine stabile und harmonische Beziehung, wo alles stimmig ist, halte ich allerdings für elementarer. Es muss sich jeder selbst fragen, wie harmonisch die Partnerschaft ist. Kann man aus vollem Herzen behaupten, dass es wunderschön ist mit dem anderen, dann würde ich eine Trennung ausschließen.

Wohin aber mit dem Sexhunger? Ich wage mich hier aus dem Fenster und rate: Sättigung kann auch an Orten außerhalb der Beziehung erfolgen. Warum nicht? Steinigt mich nicht, aber ich empfehle Affären, wenn es zu Hause keinen Sex mehr gibt, man sein Zuhause jedoch innig liebt.

Ich kenne Paare, wo der eine dem anderen ein sogenanntes "Techtelmechtel" sogar erlaubt. Dafür gibt es dann Rahmenbedingungen, die eingehalten werden müssen. Nicht darüber zu reden, zum Beispiel. Keine Langzeit-Affären eingehen. Sich nicht verlieben! Darauf achten, sich jemanden zu suchen für die Affäre, der sich auch nicht verliebt.

Da eignen sich ebenfalls gebundene Menschen am besten. Ergo sollte man seine Affäre in einer amtlichen Seitensprung-Agentur suchen. Wer dort sucht, dem ist klar: Sex geht, mehr nicht. Ende Gelände, Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Ein Risikofaktor bleibt, was das Verlieben angeht, doch er ist überschaubar.

Und was machen die Paare, wo sich einer nach Sex sehnt – und der andere hasst Sex und gesteht seinem Partner dennoch nicht zu, sich anderweitig zu befriedigen? Von dieser Art Egoismus würde ich mich verabschieden. Das nicht zu tun, hat in der Regel Lügen zur Folge, Heimlichkeiten. Kann man machen, ist auf alle Fälle nicht ideal.

Ich denke, dass man das keinem zumuten kann, ihm Sex zu verbieten. Ich verstehe Partner nicht in erster Linie als Bedürfniserfüller, Sex ist allerdings eine Ausnahme. Wer Sex doof findet, muss sich arrangieren damit, dass sein Partner sich woanders Lust verschafft. Weil Sex, wie gesagt, elementar ist. Das ist etwas anderes als wenn man nicht denselben Geschmack hat, was Wohnungseinrichtung angeht.

Und trotz der Bedeutung von Sex sollte man eine tolle Beziehung ohne Sex nicht aufgeben.

Ist das widersprüchlich? Ich finde: Nein. Ich setze einfach Prioritäten. Sex ist der Hammer, eine in allen Details perfekte Beziehung (bis auf Sex eben) ist noch ein größerer Hammer."

Welche Position habt Ihr dazu? Ich schwanke noch zwischen den beiden Polen.

Johannes
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Re:
Beitrag geschrieben von Daniela am 07.01.2018, 19:25 Uhr
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von  Daniela
 
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Lieber Johannes,

ich denke schon das Liebe viele Gesichter hat.
Die tiefe Verbundenheit die du beschreibst kenne ich in ähnlicher Weise zu meinem Mann.
Wir haben 2 gemeinsame Kinder, seit 3 Jahren wohnen wir nicht mehr in derselben Wohnung. In sexueller Hinsicht gibt es kein gegenseitiges Interesse mehr. Trotzdem bleibt ja eine Verbindung, er ist und bleibt mein Mann. Wir stehen füreinander ein, sind immer füreinander da. Leben wollen und können wir nicht mehr zusammen, Menschen entwickeln sich im lauf des Lebens, manchmal eben auch in unterschiedliche Richtungen. Deshalb hört man aber nicht auf jemanden zu lieben. Seit 2016 habe ich eine Fernbeziehung zu einer Frau, nie hätte ich es für möglich gehalten mich einmal jemandem so nahe fühlen zu können. Ich liebe sie, Sex mit ihr ist der Hammer. Wie lange das in dieser Konstellation so weitergeht ? Solange es allen gut damit geht, jeder seine Bedürfnisse decken kann ...... über den Rest versuche ich nicht mehr nachzudenken ..... man lebt nur einmal und es ist verdammt schön. Früher war ich mir sicher was morgen und übermorgen sein wird, diese fehlende Sicherheit macht mir schon zu schaffen ..... werden sehen .... vieles geschieht sowieso ganz anders als man denkt ...
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Re:
Beitrag geschrieben von SophieS. am 07.01.2018, 20:50 Uhr
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Lieber Johannes,
aus meiner Sicht ist Sex sehr wichtig und sexuelle Treue ist zwar schön aber überbewertet. Vor meiner Ehe hatte ich mal einen Freund, der (vor mir und soweit ich weiß auch nach mir) mehrere Beziehungen zu Frauen gleichzeitig hatte und diese wussten dann auch davon. Damals wäre das für mich nicht in Frage gekommen. Auf seinen Geburtstagsfeiern kamen dann auch neben seiner aktuellen "Haupt"-Freundin die anderen Frauen und auch Ex-Freundinnen. Das war echt befremdlich - aber erstaunlicherweise verstanden wir uns alle recht gut und er hat uns alle mit Respekt behandelt. Bis heute ist er ein lieber Freund und ich liebe ihn (wenn auch anders) noch immer sehr. Seine aktuelle Freundin habe ich auch sehr gern.

Am Wichtigsten ist aus meiner Sicht, dass es den Beteiligten gut dabei geht und ganz wichtig - man sich auch Gedanken um den Infektionsschutz (safer sex)macht.

Liebe Grüße
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Re:
Beitrag geschrieben von Ruhrpottler am 10.01.2018, 21:14 Uhr
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von  Ruhrpottler
 
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Welche Position habt Ihr dazu? Ich schwanke noch zwischen den beiden Polen.


Hallo Johannes,

es gibt einzelne deiner Statements, denen ich zustimme, aber wenn ich es richtig verstehe, entscheidest du gerade für dich allein, dass du deine Beziehung erhalten möchtest, aber Sex außerhalb der Beziehung leben willst, weil beides für sich genommen "der Hammer" ist.

Wenn du die Beziehung als den "größeren Hammer" bezeichnest, dann wäre meine Empfehlung, deinen Partner komplett in all deine Gedanken und Gefühle einzuweihen. Du willst über deine Art des Umgangs mit Beziehung und Sex selbst entscheiden. Aus meiner Sicht müsstest du dies deinem Partner ebenfalls erlauben. Er muss entscheiden, ob er unter all diesen neuen Voraussetzungen, die es bei eurer Entscheidung zusammenzuleben noch nicht gab, ebenfalls an eurer Beziehgung festhalten möchte und wie er Sexualität und Beziehung leben will. Dieses Recht darfst du ihm meiner Meinung nach nicht nehmen.

Ich kenne Paare, wo der eine dem anderen ein sogenanntes "Techtelmechtel" sogar erlaubt. Dafür gibt es dann Rahmenbedingungen, die eingehalten werden müssen.


Ja, das gibt es und ich denke, wenn sich die Beteiligten einig sind, dann funktioniert es auch, allerdings gibt es einige deiner Rahmenbedingungen, die man nicht steuern kann. Diese z.B.:

Sich nicht verlieben! Darauf achten, sich jemanden zu suchen für die Affäre, der sich auch nicht verliebt.


Diese Idee halte ich für ziemlichen Unsinn. Man kann schon seine eigenen Gefühle nicht steuern, geschweige denn die von anderen. Verlieben unterliegt nicht dem freiem Willen, sondern passiert einfach. Du kannst dann höchstens einen sofortigen Kontaktabbruch starten, aber das wird Gefühle, sofern sie einmal entfacht sind, auch nicht verhindern. Darüber hast du keine Kontrolle.

Sex geht, mehr nicht. Ende Gelände, Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Ein Risikofaktor bleibt, was das Verlieben angeht, doch er ist überschaubar.


Wie oben schon geschrieben: Überschaubar ist da meines Erachtens gar nichts.

Und was machen die Paare, wo sich einer nach Sex sehnt – und der andere hasst Sex und gesteht seinem Partner dennoch nicht zu, sich anderweitig zu befriedigen? Von dieser Art Egoismus würde ich mich verabschieden.


Stimmt dein Partner also zu, dass du Sex mit anderen hast? Oder willst du dich trennen, wenn er deinen Sexwünschen außerhalb eurer Beziehung nicht zustimmt? Ich hatte es bisher so verstanden, dass du dich deinem Partner gegenüber nicht offenbaren wolltest? Dies hier hattest du ja im Eingangsbeitrag geschrieben:

Ich zögere, die Beziehung zu beenden oder auch nur zu gefährden, indem ich mich meinem Partner offenbare, eine Beziehung besteht ja nicht nur aus Sexualität. Ich möchte ihn auch nicht verletzen.


Viele Grüße
vom Ruhrpottler
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Re:
Beitrag geschrieben von Johannes am 11.01.2018, 18:19 Uhr
Dies ist eine Antwort auf diesen Beitrag.
von  Johannes
 
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Hallo Ruhrpottler,

danke für Deinen Beitrag.

Zitat Ruhrpottler:

Hallo Johannes,

es gibt einzelne deiner Statements, denen ich zustimme,


Das waren nicht meine Statements, es war ein Zitat aus dem Artikel, den ich verlinkt habe.

Ich bin mir wie gesagt noch nicht sicher, was der richtige Weg ist.


aber wenn ich es richtig verstehe, entscheidest du gerade für dich allein, dass du deine Beziehung erhalten möchtest, aber Sex außerhalb der Beziehung leben willst, weil beides für sich genommen "der Hammer" ist.


Das hatte ich vor ein paar Jahren, zu Beginn meiner jetzt leider zu Ende gegangenen Affäre, in der Tat alleine so entschieden, aber nachdem diese Affäre nun zu Ende ist, weiß ich nicht mehr weiter.

Eine heimliche Affäre will ich eigentlich nicht mehr; die Heimlichkeit war nicht nur für sie, sondern auch für mich - wenn auch wohl in geringerem Ausmaß - emotional belastend, verbunden mit schlechtem Gewissen, und natürlich verletzend für meinen Partner, wenn er es erfährt.


Wenn du die Beziehung als den "größeren Hammer" bezeichnest, dann wäre meine Empfehlung, deinen Partner komplett in all deine Gedanken und Gefühle einzuweihen.

Du willst über deine Art des Umgangs mit Beziehung und Sex selbst entscheiden. Aus meiner Sicht müsstest du dies deinem Partner ebenfalls erlauben. Er muss entscheiden, ob er unter all diesen neuen Voraussetzungen, die es bei eurer Entscheidung zusammenzuleben noch nicht gab, ebenfalls an eurer Beziehgung festhalten möchte und wie er Sexualität und Beziehung leben will. Dieses Recht darfst du ihm meiner Meinung nach nicht nehmen.


Das ist ja rational betrachtet alles richtig. Mich meinem Partner zu offenbaren habe ich mich trotzdem noch immer nicht getraut, aus Angst, ihn auch noch zu verlieren, und auch aus Unsicherheit darüber, was ich auf die mögliche Frage, wie ich mir die Zukunft vorstelle, antworten soll: Offene bzw. polyamore Beziehung oder Trennung?


Ich kenne Paare, wo der eine dem anderen ein sogenanntes "Techtelmechtel" sogar erlaubt. Dafür gibt es dann Rahmenbedingungen, die eingehalten werden müssen.


Ja, das gibt es und ich denke, wenn sich die Beteiligten einig sind, dann funktioniert es auch, allerdings gibt es einige deiner Rahmenbedingungen, die man nicht steuern kann. Diese z.B.:

Sich nicht verlieben! Darauf achten, sich jemanden zu suchen für die Affäre, der sich auch nicht verliebt.


Diese Idee halte ich für ziemlichen Unsinn. Man kann schon seine eigenen Gefühle nicht steuern, geschweige denn die von anderen. Verlieben unterliegt nicht dem freiem Willen, sondern passiert einfach. Du kannst dann höchstens einen sofortigen Kontaktabbruch starten, aber das wird Gefühle, sofern sie einmal entfacht sind, auch nicht verhindern. Darüber hast du keine Kontrolle.


Diese Idee halte ich auch für unsinnig; Sex ohne Liebe, zumindest ohne Verliebtsein ist nicht schön.

Sex geht, mehr nicht. Ende Gelände, Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Ein Risikofaktor bleibt, was das Verlieben angeht, doch er ist überschaubar.


Wie oben schon geschrieben: Überschaubar ist da meines Erachtens gar nichts.


Sehe ich auch so.
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Re:
Beitrag geschrieben von Ruhrpottler am 11.01.2018, 22:07 Uhr
Dies ist eine Antwort auf diesen Beitrag.
von  Ruhrpottler
 
Fake- Check: Die FV LLL'ler können dies bisher nicht ausschließen.
 


Zitat Johannes:
Das waren nicht meine Statements, es war ein Zitat aus dem Artikel, den ich verlinkt habe.


Oh, verstehe. Ich habe die Anführungszeichen (für das Zitat) komplett überlesen.
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