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Re:Bi...? Widerspruch der Gefühle!
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(...) Antworten auf meine Fragen habe ich bis heute nicht bekommen und im Grunde weiß ich trotz oder gerade wegen meiner homosexuellen Erfahrung erst Recht nicht was ich empfinde oder was ich will(...)

Hallo,
magst Du vielleicht die Fragen noch einmal gezielter formulieren? Wer weiß - vielleicht gibt es ja doch noch eine Antwort.

Ansonsten kann ich Deine Erfahrungen und Empfindungen verstehen. Ich würde Dir aber den Rat geben, diese eine Erfahrung nicht zum Maßstab für das gesamte Spektrum der (positiven, wie leider auch negativen) Möglichkeiten zu nehmen.

Hm, vielleicht drück ich das zu scharf aus, denn das machst Du ja sicher nicht so extrem. Trotzdem aber ist die Erfahrung von damals heute offenbar eher hinderlich, um Deinen eigentlichen Wünschen und Bedürfnissen zu folgen.

Ich erinnere ich gut an mein allererstes mal mit meiner ersten Freundin. Das war - wie viele andere es auch beschreiben -, ziemlich Sch&!$$&... Das lag unter anderem an der Unerfahrenheit und an der Undefinierbarkeit eigener Wünsche. Aber natürlich habe ich nicht mit der Sexualität aufgehört. Wir haben miteinander und voneinander gelernt und es wurde besser und schöner.

Bei meinem ersten Mal mit einem Mann, fühlte ich mich wiederum unerfahren und obwohl der ein oder andere gezielte Wunsch vorhanden war, passierte plötzlich so viel auf einmal, daß echte Entspannung eigentlich nicht aufkam. Meine Wünsche erfüllten sich zwar, gingen aber irgendwie im ganzen Kuddelmuddel unter.

Nun fand ich es viel schwieriger, im 'reiferen' Alter quasi wieder bei Null zu beginnen. Und nach dieser Erfahrung dachte ich auch erst mal: "Naja, war okay, aber muß nicht". Und warum gab ich das so leicht auf? Weil ich mich in der bereits so wunderbar funktionierenden Heterosexualität ja sexuell betätigen konnte.

Wie es aber so kam, wurde der Wunsch nach der Bisexualität irgendwann wieder größer. Meine Gefühle empfand ich dann aber nicht als verwirrend. Der Wunsch war wieder da, und ich gab ihm irgendwann einfach nach. Hätte ich mir da noch die verkorksten Elemente des ersten Versuchs in Erinnerung gerufen, wäre das sicher auch störend gewesen.

Ich empfand aber meine aktuellen Bedürfnisse viel wichtiger und realer, als das Erlebnis aus der Vergangenheit. Und aus dem ersten Erlebnis hatte ich offenbar bereits so viel 'gelernt', daß das Zweite wahnsinnig schön wurde. Nicht zu vergessen, daß mein Partner für mich auch absolut der richtige Mensch für dieses Erlebnis war.

Hoppla, nun habe ich aber doch eine Menge geschrieben. In der Essenz meine ich eigentlich nur, daß ich stets versuche, das Hier und Jetzt zu fühlen und nicht in Konkurrenz zu schlechten Erinnerungen gehen möchte.

Aus Fehlern und schlechten Erfahrungen lernt der Mensch. Und im Idealfall macht er es beim nächsten mal besser.

Viele Grüße
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Bisexuell? Widerspruch der Gefühle!
Moin, habe mich gerade mit Myri nach langer Zeit über alte Fragen unterhalten ... Nun, im Grunde bin ich heterosexuell, ab und an ... zum kompletten Beitrag
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Re:Bi...? Widerspruch der Gefühle!
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