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So'n ungutes Gefühl
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Beitrag geschrieben von Mac am 28.08.2015, 00:08 Uhr
von  Mac
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Ich verfolge gerade eine Diskussion, zu der ich selber keine wirkliche Meinung finde. Einerseits 'richtig so', andererseits 'nicht in Ordnung'.
In den Kommentaren bei diversen Medien ist von 'jetzt noch mehr Hass' die Rede, von einem Bärendienst, Denunziantentum, usw.

Konkret geht es geht um zwei jugendliche, welche Äußerungen auf Facebook getätigt haben, die man wohl locker als Volksverhetzung und Aufruf zum Mord bezeichnen kann. Und sie haben, trotz aller negativen Reaktionen, noch mal nachgelegt.
Ich gebe die Aussagen hier jetzt mal nicht wieder, da ich sie nicht auch noch verbreiten möchte. Lest einfach den entsprechenden Artikel bei queer.de.

Eine Reaktion auf diese Äußerungen kam - neben anderen - von "ENOUGH is ENOUGH! OPEN YOUR MOUTH!" (EiE) in Form mehrerer Strafanzeigen - die ich sehr gut nachvollziehen kann und auch richtig finde - aber eben auch in der Form, daß einer der Arbeitgeber informiert wurde. Das ist dann der Punkt, an dem ich ein ungutes Gefühl bekomme.
Ich kann die Begründung für diesen Schritt, da es sich bei dem einen Arbeitgeber um eine Pflegeeinrichtung handelt und Menschen mit solchen Einstellungen dort nichts zu suchen haben, gut nachvollziehen, aber richtig finde ich es trotzdem nicht. Einer der Arbeitgeber war dann natürlich schnell in seiner Reaktion, 'bloß kein negatives Image, lieber kündigen.'.
Allerdings kann ich auch so manche Begründung gegen die Aktionen von EiE genauso wenig nachvollziehen. Da ist dann die Rede von "sind noch zu jung zum Begreifen der Tragweite ihrer Äußerungen", "Berufsverbot", "suchen nur Aufmerksamkeit", "Rache der Homo's" und ähnlichem.
Da bekomme ich den Eindruck, daß das Strafmündigkeitsalter doch gleich auf 40 oder 50 hochgesetzt werden könnte, wenn man mit 24 angeblich noch "zu jung" ist.

Es gab allerdings auch Artikel - z.B. auf Telepolis - Hass mit Hass bekämpfen? -, in denen EiE Eigennutz unterstellt wurde. Nach dem Motto, wenn sie nur genug Negatives finden, haben sie ihre Daseinsberechtigung.
Irgendwie ist diesen Autoren wohl entgangen, daß da etwas sehr schlechtes geäußert wurde, bei dem man das Wort "Homosexuelle" auch durch ein beliebig anderes austauschen könnte und es keine Rolle spielt, wer dies zur Anzeige gebracht hat.
Sowas darf einfach nicht passieren!

EiE hat sich mittlerweile auch zur Kritik geäußert. Mein ungutes Gefühl haben sie damit allerdings nicht beseitigt.

Wie seht ihr das? Findet ihr die Info an den Arbeitgeber richtig?


Bye Mac
Versuche immer das Unmögliche zu erreichen, damit Du das Mögliche erreichst.

Wunsch und Streben nach Veränderung, erfordern Mut und Willen zur Veränderung.
(M. Pflüger)
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Mac 28.08.2015, 00:08
   
Lilly1971 28.08.2015, 16:15
   
Thomas 28.08.2015, 22:30
   
Mac 30.08.2015, 02:40
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