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Re:Typisch weiblich?
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Re:Typisch weiblich?

Ach, Myri, Mac, Fen, da sagt ihr was: Wozu brauchen wir dieses Raster eigentlich? Warum frage ich danach? "Typisch weiblich" ist eine Konvention, ein Klischee, und ich tue mich mit solchen schwer: Einerseits lehne ich sie ab, z.T. aus praktischen Gründen (s. lange Fingernägel, Make-up, Haare frisieren), teils aus ideologischen Gründen - jeder ist ein Individuum, soll als solches erkannt werden, und da haben Klischees keinen Platz. Basta.

Dann treibt mich aber immer wieder die Unruhe um: Kann ich vielleicht gar nicht richtig Frau sein? Und rede mir nur ein, daß ich dem Klischee nicht entsprechen will, weil ich's nicht kann? Irgendwie will ich dann doch wieder "dazugehören", was bei so einer nebulösen Geschichte wie einer Rollendefinition zugegeben ziemlich schwierig zu prüfen ist - hab ich's jetzt geschafft? Oder nicht? Wo ich dann schnell wieder bei "will ich auch gar nicht" bin - bis mich die Unruhe das nächste Mal packt.

Denn woraus besteht denn meine Individualität? Zu einem Teil doch auch aus meinen sozialen Rollen und dem Ausmaß und der Art, wie ich sie ausfülle.

Aha, da blitzt ein Fitzel Antwort auf: Es gibt kein "Ja" oder "Nein" sondern ein "wie sehr?" und "auf welche Art?". Schon werde ich ruhiger, das ist ja gleich flexibler und das Damoklesschwert von "keine richtige Frau" löst sich auf.

Muß ich also sehen, was mir am typisch weiblichen wann gefällt. Es gibt Tage, da trage ich wahnsinnig gern Röcke, frisiere mich und manchmal, ganz selten, wünsche ich mir sogar, ich hätte mehr Übung beim Schminken . An anderen nervt mich dieser ganze Kram nur, und es muß alles schön bequem und praktisch, und ja, auch ein bißchen androgyn sein.

Was die "Gehirn-Sachen" angeht, kann ich mich anscheinend entspannt zurücklegen, denn Sprachbegabung, Freude an Kommunikation, sozialem Austausch, das Problem nicht-Nein-sagen-Können und Fürsorglichkeit sind definitiv Eigenschaften, die ich immer habe, unabhängig von Tagesform und Haltung zu Rollenklischees.

Ach ja, und das Kinder austragen. Das ist eine Sache, die mich völlig fasziniert: Daß da ein völlig neuer Mensch in meinem Körper entsteht, aus einer glibbrigen Pfütze und einem mit bloßem Auge nicht erkennbaren Ei. Und welche Veränderungen mein Körper vollzieht, um das zu bewerkstelligen. Völlig irre. Ob ich das noch so seh, wenn ich alle zehn Minuten pinkeln muß, weil mir das Kind auf die Blase drückt weiß ich nicht , aber im Moment kann ich mich dafür sehr begeistern.

Dank euch schonmal für all eure verschiedenen Kommentare, bin gespannt was noch so kommt!

LG
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Typisch weiblich?
Hi Leute, was findet ihr eigentlich typisch weiblich? An Äußerlichkeiten, Charakterzügen, Attributen... Ich fange mal an: Lange, lackierte Fingernägel. Make-up. Diäten. Mode-Magazine. Röcke und Kleider. Tratschen. Intrigen. ... zum kompletten Beitrag
Besucher 21.05.2011, 19:07
   
Nessi 22.05.2011, 00:33
   
Besucher 22.05.2011, 08:17
   
Mac 22.05.2011, 12:43
   
Besucher 22.05.2011, 16:59
   
Mac 23.05.2011, 11:12
   
EinzigEine 23.05.2011, 18:54
   
Fen 22.05.2011, 17:59
   
EinzigEine 23.05.2011, 18:52
   
Myri 24.05.2011, 09:47
   
Re:Typisch weiblich?
Besucher 24.05.2011, 21:36
   
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EinzigEine 26.05.2011, 09:18
   
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Besucher 11.06.2011, 14:22
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