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Re:Reaktionen auf Outing - eure Erfahrungen?
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Re:Reaktionen auf Outing - eure Erfahrungen?

Danke EinzigEine und Fen, ich habe es endlich verstanden - Transsexuelle sind das andere Geschlecht. Die Geschlechtsidentität ist eben das, was zählt, was man "ist", und der Körper ist eben irgendwie, und die meisten Menschen haben das Glück, daß beides zueinander passt. Für die ist es dann am einfachsten, sich auf das Geschlecht zu beziehen, das sie sehen; für die Geschlechtsidentität muß man ja zumindest erstmal fragen.

Wie nennt man das denn dann eigentlich, also das, was wir aus der Mehrheit als normal ansehen: Ident-Sexuell - weil Identität und körperliches Geschlecht identisch sind? Für das Normale bemüht sich ja selten jemand um Worte - aber wenn man es gleichwertig behandeln will, sollte das Normale auch einen Namen bekommen, und zwar bitte einen, der ähnlich pathologisch klingt .

Mich lässt trotzdem die Frage nicht los, wie man "Normalos" das Problem der Transsexuellen vermitteln kann, wenn die nicht klar haben, was Geschlechtsidentität ist. "Sich fühlen wie ein Mann" erscheint mir da als brauchbare Krücke - in dem vollen Wissen, daß es falsch ist, aber in dem Versuch, dem nicht-bewußten Menschen überhaupt das Problem aufzuzeigen.

@ Fen: Daß manche Kinder nach wie vor im Säuglingsalter zwangsangepaßt werden finde ich einerseits erschreckend, kann andererseits nachvollziehen, daß es den Eltern als notlindernd erscheinen mag. Aber ohne Wissen der Eltern?? Auch hier in Deutschland???

Daß medizinische Hilfe davon abhängt, daß man für psychisch gestört erklärt wird, finde ich auch sehr daneben, nicht nur in deinem Fall. Ganz pragmatisch aber auch sehr verbreitet ist das Problem, daß man z.B. eine Depression als psychische Erkrankung bezeichnen muß, um eine Therapie bezahlt zu bekommen. Daß das Krankheitskonzept aber eine gewisse Passivität und Machtlosigkeit seitens des Patienten impliziert, behindert wiederum eben diese Therapie, die zumindest bei Verhaltenstherapeuten wie mir darauf basiert, den Depressiven dabei zu unterstützen, trotz seiner Depression sein Leben aktiv anzugehen - und damit seine Depression zu überwinden.
Und Menschen mit einem Problem wie deinem, die dann in die Psycho-Sparte eingepaßt werden, obwohl das Problem eigentlich ein körperliches ist, müssen sich total verschaukelt fühlen.
Es ist eben die Definition von "krankhaft" - das vom "Normalen", und damit von der Mehrheit, abweichende. Dann sind Homosexuelle und Bisexuelle aber auch krank. Daß das nicht stimmt, weiß man längst; warum kriegt man den Schritt bei Trans- und Intersexuellen noch nicht hin??
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Reaktionen auf Outing - eure Erfahrungen?
Hey Leute, was habt ihr so für Erfahrungen gemacht, wenn ihr euch im Freundeskreis geoutet habt? Also meine Freunde haben insofern alle positiv reagiert, als daß sie größtenteils ... zum kompletten Beitrag
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Re:Reaktionen auf Outing - eure Erfahrungen?
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