Bi- Forum
Re:Finden der eigenen Identität
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Beitrag geschrieben von Ruhrpottler am 10.07.2017, 16:05 Uhr
von  Ruhrpottler
 
Fake- Check: Die FV LLL'ler können dies bisher nicht ausschließen.
 


Hallo Jack,

du schreibst in einem Antwortbeitrag:
Nicht meine Orientierung an sich ist das Problem, sondern dass ich nicht zu mir selbst stehen kann. Dieser ständige Kampf gegen mich selbst, um diesen Teil meiner selbst loszuwerden ist es, was mir so viel Energie raubt.


Aus meiner Sicht ist auch das nicht dein Kernproblem.

Falls du einen Teil deines geschlechtlichen Empfindens bisher verdrängt hast und falls du da nun für Klarheit sorgen willst, dann halte ich es in einer solchen Phase für normal, dass da Verwirrung und Selbstakzeptanzschwierigkeiten auftreten.

So etwas braucht einfach eine gewisse Zeit. Bei einem mehr, beim anderen weniger.

Ich glaube nicht, dass dein Umgang mit deiner Sexualität problematisch ist. Ich halte ihn vielmehr nur für eine Folge eines tiefer liegenden Problems. Vielleicht gibt es an der Wurzel deines Ichs irgendetwas, das nicht nur die Akzeptanz deiner sexuellen Ausrichtung stört, sondern möglicherweise auch weitere Aspekte deines Wesens beeinflusst. Dies jedenfalls wäre meine Vermutung.

Die Sexualität ins Zentrum der Betrachtung zu rücken, finde ich generell nicht gut, denn das Leben hat viele Facetten, die in Teilen auch gleichberechtigt behandelt werden könnten und sollten. Jeder Aspekt braucht seinen Raum. Wenn man zu fokussiert auf Sexualität und sexuelle Identität ist, dann verliert man vielleicht die anderen Lebensthemen aus den Augen. Später stellt man dann womöglich fest, dass trotz der Veränderungen, die man in sexueller Hinsicht geschafft hat, keine Besserung der Lebensumstände eintritt. Man hat dann versäumt, das ganze Leben zu "bearbeiten", sondern nur einen Teil verändert, der allein zu wenig bewirkt.

So wie ich es hier schreibe, ist das extrem formuliert. Sexualität ist für manche Menschen eines der größten Themen und natürlich kann man mit dem Ansatz, dort mit sich ins Reine zu kommen, viel bewirken. Ich finde aber, mann muss sich vorher ALLES andere auch angesehen und es durchgefühlt haben, um zu wissen, wo die wirklich wichtigen Themen liegen und wie diese zusammenhängen.

Es reicht nicht, davon auszugehen: Wenn ich meine sexuelle Ausrichtung akzeptiere, dann wird alles besser.

Meist ist es komplizierter und man muss viel tiefer "im Schlamm" wühlen.

Andererseits: Ich kann auch völlig falsch liegen. ich bin kein Psychologe, sondern ein Technikexperte. Ich kann nur mit dem argumentieren, was ich in meinem Leben an Erfahrungen sammeln konnte - mit mir selbst und mit den Menschen, mit denen ich in Kontakt getreten bin.

Viele Grüße
vom Ruhrpottler
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