Bi- Forum
Re:Finden der eigenen Identität
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Beitrag geschrieben von regulator am 10.07.2017, 19:07 Uhr
von  regulator
 
Fake- Check: Die FV LLL'ler können dies bisher nicht ausschließen.
 


Hallo Ruhrpottler,

danke auch für deine Meinung zu diesem Thema.

Um ganz ehrlich zu sein, bin ich etwas erstaunt darüber, dass fast jede Antwort auf meinen Beitrag in die Richtung geht, dass mein sexuelles Erwachen nicht mein eigentliches Problem sei. Ich weiß nicht, ob es stimmt, aber ich erlebe die meisten, die mir geschrieben haben, als Menschen, die ihre Identität bereits vollständig angenommen haben. Mir ist klar, dass jemand, der sich selbst mit seiner bisexuellen Gesinnung vollständig annimmt, vielleicht gar nicht nachvollziehen kann, wie schwer es für jemanden wie mich ist, der so große Angst davor hat. Ich hänge - wie schon gesagt - sehr an meiner Familie und habe im Gegensatz zu vielen Altersgenossen Schwierigkeiten damit, mich von zu Hause abzunabeln. Da ich aber weiß, wie grundsätzlich negativ meine Familie anderen sexuellen Gesinnungen gegenüber eingestellt ist, habe ich aber tatsächlich große Angst vor diesem Teil meiner selbst. Meine Gedanken und Sorgen drehen sich im Moment hauptsächlich darum, dass ich einen Verstoß von meiner Familie befürchte und dass ich Angst habe, von anderen Menschen in meinem oftmals homophoben Umfeld nicht mehr ernst genommen zu werden. Daher bin ich (ohne dass das eine Anschuldigung gegen euch und eure tollen Antworten sein soll) wie gesagt etwas erstaunt, dass fast alle Antworten salopp formuliert lauten "Deine Sexualität ist doch nicht dein Problem und auch nicht, dass du dich damit nicht annehmen kannst. Es muss tiefere Probleme geben, die bearbeitet werden müssen." Mich würde einfach mal interessieren, was an meinem Beitrag oder meinem Schreibstil euch zu diesen Vermutungen kommen lässt. Hattet ihr selbst wirklich NIE Selbstzweifel, als ihr euch eurer Sexualität bewusst wurdet? Hattet ihr wirklich NIE Angst vor der Reaktion der Menschen, die euch wichtig sind? Bin ich mit solchen Ängsten wirklich so allein?

Ruhrpottler, du schriebst:
Die Sexualität ins Zentrum der Betrachtung zu rücken, finde ich generell nicht gut[...]
Auch wenn es sich vielleicht in meinen Beiträgen so anhörte, aber ich habe meine Sexualität bisher nie ins Zentrum meines Lebens gestellt. Allein die Tatsache, dass ich bis zum heutigen Tag noch keine sexuellen Erfahrungen gesammelt habe, zeigt ja, wie unglaublich wenig Beachtung ich dem Thema bis jetzt in meinem Leben geschenkt habe. Dass ich nun im Zuge dessen, dass ich meine sexuelle Identität zu begreifen beginne, dieses Thema auch mehr in den Fokus rücke, ist natürlich dennoch richtig. Da ich im Moment so viele Ängste und Sorgen bezüglich des Bekanntwerdens meiner sexuellen Identität habe und viele meiner kreisenden Gedankenkarrusselle genau dieses Thema beinhalten, rücke ich nicht von der Position ab, dass ich Probleme mit meiner eigenen Sexualität habe.

Es tut mir Leid, falls meine Antwort etwas barsch klang. Ich wollte dich und deine Argumente nicht zurückweisen.
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Finden der eigenen Identität
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