Bi- Forum
Re:Bisexualität und Kinder
Zum Ende gehen
 

Beitrag geschrieben von Panthera am 22.09.2017, 08:18 Uhr
von  Panthera
 
Fake- Check: Die FV LLL'ler können dies bisher nicht ausschließen.
 


Ich kann Ruhrpottler zustimmen. Wahrscheinlich ist nicht deine Bisexualität für deine Tochter das Problem oder dass du nun in einer homosexuellen Beziehung bist, sondern dass du überhaupt wieder einen Menschen an deiner Seite hast.

So tolerant Kinder auch sind, die meisten von ihnen sind noch hoffnungslos romantisch. Wenn Eltern sich trennen, dann wollen sie oft den Glauben nicht verlieren, dass zwischen Mami und Papi doch noch wieder alles gut wird. Da reicht eine gegenseitige Entschuldigung und alles ist wieder im Lot.
Wenn dann plötzlich ein neuer Lebenspartner auftaucht, egal ob nun männlich oder weiblich, dann sind all die Hoffnungen plötzlich endgültig vorbei. Logisch, dass der oder die Neue dann auf Ablehnung stößt. Man kann sich noch so sehr bemühen, in den Augen mancher Kinder ist man ein Eindringling, der womöglich noch die Beziehung der Eltern auf dem Gewissen hat.

Als meine Eltern sich trennten (das hatte sicher mehrere Gründe, einer der Hauptgründe war aber sicher der, dass mein Vater sich in eine andere Frau verliebt hat), war ich nur wenig jünger als deine Tochter, Mathilda, und meine Schwester gerade 15. War für uns beide nicht leicht, obwohl wir ja schon "aus dem Gröbsten raus" waren. Und ich kann mich noch daran erinnern, dass ich damals auch ziemlich bockig und wütend war auf die neue Lebensgefährtin meines Vaters. In meinen Augen hatte sie durch ihr Auftauchen einfach die Ehe meiner Eltern zerstört und das führte zeitweilig dazu, dass ich den Kontakt zu meinem Vater vollständig abbrach.
Das war keine lange Zeit, aber ein paar Wochen hat es schon gedauert und erst ein klärendes Gespräch hat mich einsehen lassen, dass mein Papa trotzdem immer mein Papa bleiben wird. Mittlerweile it unser Verhältnis zueinander wieder normalisiert, aber der Lebensgefährtin meines Dads begegne ich nach wie vor sehr reserviert.

Ich glaube, in so einem Fall muss man seinem Kind einfach Zeit geben, sich an diese neue Situation zu gewöhnen und so manche Bockigkeit auch mal verzeihen. Da mögen bestimmt auch mal Worte fallen, die einem als Kind hinterher leid tun, aber du musst verstehen, es ist für deine Tochter momentan bestimmt auch nicht gerade leicht, zumal deine Tochter bestimmt auch eigene "Probleme" hat, mit 18 machen viele ihr Abitur, die erste ernsthafte Liebe, die letzten Nachwehen der Pubertät,...all das beschäftigt und wenn die Eltern sich dann auch noch trennen, tja, dann ist das eine zusätzliche seelische Belastung.
Und ganz wichtig: lass dir durch deine Tochter bei allem Stress nicht deine neue Beziehung verderben. Vielleicht hilft es ja schon, wenn du deiner Tochter mal erzählst, wie glücklich du mit deiner neuen Partnerin bist, wie sie dich zum Lachen bringt und dass du als Mutter sicher auch ein Recht darauf hast, ein glückliches Leben jenseits der Kindererziehung führen zu dürfen.
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
      Themen Autor Datum
   
Bisexualität und Kinder
Hallo zusammen, auf die Idee zu diesem Thread bin ich gekommen, als ich letztens diese Frage Isobel gestellt habe. Einige von euch sind bestimmt schon Eltern ... zum kompletten Beitrag
Panthera 17.07.2017, 12:49
   
Ruhrpottler 17.07.2017, 15:15
   
Besucher 18.07.2017, 23:12
   
Panthera 19.07.2017, 17:45
   
Fen 19.07.2017, 18:55
   
Mathilda 27.07.2017, 20:09
   
Ruhrpottler 21.09.2017, 16:56
   
Re:Bisexualität und Kinder
Panthera 22.09.2017, 08:18
   
Isobel 19.07.2017, 00:07
Zum Anfang gehen