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Re:Abtreibung und Moral - §219a
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Re:Abtreibung und Moral - §219a
Beitrag geschrieben von Panthera am 02.12.2017, 18:57 Uhr
von  Panthera
 
Fake- Check: Die FV LLL'ler können dies bisher nicht ausschließen.
 


Abtreibung ist nun einmal in Deutschland (weiterhin) nicht legal. Es macht einen Unterschied, ob eine Sache wirklich erlaubt (also legal) oder (unter ganz bestimmten Bedingungen) straffrei ist.

Für mich persönlich ist es jedenfalls erschreckend, wenn ein Arzt mit Schwangerschaftsabbrüchen wirbt!

Ich bin weiß Gott kein Gegner von Schwangerschaftsabbrüchen.
Obwohl ich grundsätzlich der Meinung bin, dass es genug andere Möglichkeiten gibt. Heutzutage gibt es durch Babyklappen oder die anonyme Geburt in einem Krankenhaus genug Alternativen zu einer Abtreibung. Für mein moralisches Empfinden wäre eine Abtreibung also tatsächlich der "falsche Weg". Allerdings weiß ich, dass nicht alle so denken und ich werfe niemandem vor, wenn sie sich in einer solchen Situation für eine Abtreibung entscheidet. Wenn sie das mit ihrem Gewissen vereinbaren kann und sie für sich die richtige Entscheidung getroffen hat, dann ist es eben so.
Für mich heißt das aber, dass ein Schwangerschaftsabbruch immer die ultima ratio sein sollte. Erst wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden, sollte ein Schwangerschaftsabbruch möglich sein und daher finde ich die in Deutschland geltende Praxis verpflichtender Beratungsgespräche etc für absolut angebracht.

Mediziner sind in erster Linie der Erhaltung und dem Schutz von Leben verpflichtet, das gebieten die sittlichen Regeln ihres Berufsstandes. Dazu gehört auch, dass ungeborenes Leben so gut wie möglich geschützt werden sollte. Ein Arzt sollte meiner Ansicht nach genau aus diesem Grund beratend zur Seite stehen und ganz gewiss nicht mit der Auslöschung von Leben werben sondern stets darauf hinweisen, dass es zunächst noch andere Möglichkeiten gibt. Das bewusste Bewerben von Abtreibungen ist damit nicht vereinbar und wirft eindeutig ein schlechtes Licht auf diesen Berufsstand und für mich ist das gezielte Bewerben von Abtreibungen einfach nur pietätlos und daher mit Recht strafbar.

Es ist selbstverständlich etwas anderes, wenn in einem Beratungsgespräch auf die Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruches hingewiesen wird oder wenn einer Patientin, sofern sie dies verlangt, umfassende Informationen dazu gegeben werden. Gerade diese Beratung macht einen kompetenten Arzt aus und ich kann mir vorstellen, dass längst nicht alle Frauen umfassend darüber informiert sind, welche Bedingungen (Beratungsgespräch etc.) vorgenommen werden müssen, um eine Abtreibung durchführen zu lassen.
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Am 9. März, einen Tag nach dem Weltfrauentag, wollen mal wieder Abtreibungsgegner in Münster marschieren... Zum Glück gibt es auch eine Gegendemo: Link Ich ... zum kompletten Beitrag
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