Bi- Forum
neuer Roman über bisexuellen Mann von John Irving ("In einer Person")
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Ich bin gerade auf Seite 200 von John Irvings neuem Roman "In einer Person". Als in den Nachrichten darüber berichtet wurde, welches Thema er hat, musste ich den sofort kaufen, obwohl ich sonst schon lange nichts mehr von Irving angefasst habe.

Es geht um einen bisexuellen Mann, der in den 50er Jahren in den USA (Vermont) aufwächst und - klar - in der prüden Zeit so seine Probleme mit der sexuellen Orientierung hat. Der Roman umspannt einen Zeitraum von 1950 bis ca 90er Jahre und es kommt alles drin vor, was die USA bewegt hat: Studentenrevolte, Schwulenbewegung, Aids etc. Zurzeit bin ich im Jahr 1963 oder so (ja, Irvings Romane sind immer ziemlich lang - obwohl dieser hier "nur" 700 Seiten hat ).

Was mich besonders interessiert: Irving stellt an sich den Anspruch, er will dem Leser das Gefühl vermitteln, "wie es ist, ein Bisexueller zu sein." Nun weiß ich nicht, ob der Autor selbst auch diese Neigug hat. Wenn ja, dürfte es ihm ziemlich leicht fallen. Aber bisher bin ich nicht so recht überzeugt. Mag daran liegen, dass es aus männlicher Perspektive geschrieben ist.

Wenn er es, ohne selbst die Neigung zu teilen, schafft, das "Bi-Gefühl" (wenn es sowas denn überhaupt gibt) überzeugend rüberzubringen - nun, dann ist er ein wirklich verdammt guter Autor!

Hat eine/r von euch das Buch schon gelesen? Was meint ihr dazu?
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neuer Roman über bisexuellen Mann von John Irving ("In einer...
Besucher 29.09.2012, 22:06
   
Nevermore 30.09.2012, 20:42
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