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Lange Weg zu sich selbst
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Lange Weg zu sich selbst
Beitrag geschrieben von Soyi am 09.08.2016, 15:19 Uhr
von  Soyi
 
Fake- Check: Die FV LLL'ler können dies bisher nicht ausschließen.
 


Hallo liebe Community LLL,

mein Name ist Soyi, ich bin weiblich, 41 Jahre alt, bi, verh.
Ich habe lange gebraucht, um hier zu schreiben.
Ich war auch in anderen Foren, hoffe, dass ich hier richtig bin.

Ich lebe seit mehr als 20 Jahre in Deutschland, habe hier studiert und geheiratet.
Ich komme aus dem Land, wo man seine Bi-Sexualität am besten versteckt.
Als ich 9 Jahre alt war, habe ich nachgedacht was ich im Leben will: es stand für mich fest, ich wollte eine Familie mit Kindern.
Meine Eltern waren nicht glücklich miteinander, haben oft gestritten, waren einander untreu. Was letztendlich zur Scheidung geführt hat.
Ich wollte es besser machen.

In meine Jugend war ich sowohl in Jungs als auch in Mädchen verliebt.
Mit 15 - dann in eine Freundin. Wir haben sehr viel zeit miteinander verbracht, zusammen waren wir in der Schule, ich habe sehr oft bei ihr geschlafen. Allerdings- war es nur Freundschaft. Für mich aber, viel mehr- ich wollte das ganze Leben mit diese Freundin verbringen.
Diese Liebe hat alles anderes überschattet.
Bis ich 17 war, dann habe ich mich für ein andere Beruf als meine Freundin entschieden und ich habe mich mehr auf Männer konzentriert, denn ich wollte eine Familie gründen.
Mit 19 bin ich nach Deutschland gekommen, habe hier studiert. Während des Studiums mein Ehemann kennengelernt, nach dem Ende des Studiums haben wir geheiratet und drei hübsche Kinder gekriegt.

Ich musste eigentlich zufrieden sein, aber ich hatte oft depressive Verstimmungen, was ich mit meine nicht gute Gesundheit begründete.

Bis ich nach eine Umschulung (letztes Jahr)in einem neuen Beruf eine Arbeitsstelle fand und mich in eine junge, hübsche und kluge Arbeitskollegin verliebte.
Ich habe dann gegen mich selbst und gegen diese Liebe gekämpft. Es war für mich eine Quall. Denn ich wollte ein Familie, ich wollte Kinder- diese Liebe brachte alles ins Schwanken.

Ich war so stark verliebt, wie in mein Ehemann, vor der Hochzeit...
Nur war diese Liebe einseitig, die Arbeitskollegin hat mich zwar gemocht, aber nicht mehr als eine freundschaftliche Sympathie.
Ich war krank von dieser Liebe und wurde auch krank.
Danach habe ich meine Arbeitsstelle gewechselt, was ich nicht bereue. Mein neue Arbeitsplatz ist besser als der alte.
Ich musste zwei Operationen über mich ergehen lassen.

Jetzt akzeptiere ich endlich, dass ich bi bin.
Ich habe es auch meinem Ehemann erzählt und meiner Mutter, die auch in Deutschland lebt.
Seit kurzem habe ich diese Arbeitskollegin wider gesehen, und Gott sei dank- die Liebe ist weg. Ich bin nicht mehr verliebt.

Aber ich muss mit meine Bi-Sexualität jetzt leben.
Es ist schwer für mich, es in meinen Leben zu integrieren.
Manch mal denke ich, es wäre doch leichter eine hetero zu sein, aber man hat da keine Wahl.
Ich fällt mir auch schwer meinen Bekannten oder Freunden/ihnen zu erzählen, das ich auf Männer und Frauen stehe.
Z.B.: Beim neuen Arbeitsplatz erzähle ich niemanden, das ich bi bin.

Ich werde mich freuen, von Euch zu lernen, wie man mit Bi-Sexualität lebt und wie kann man dabei glücklich sein.
Werde mich auf Eure Antworten freuen.
Habe auch vor, ein oder mehrere Bi-Stammtische zu besuchen.
Kann mir auch vorstellen, eine Bi-Freundin zu finden.
LG,
Soyi
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Soyi 09.08.2016, 15:19
   
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