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Identitätssuche...
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Beitrag geschrieben von mari72 am 16.04.2015, 16:32 Uhr
von  mari72
 
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Ein sonniges Hallo ins Forum!

Ich möchte gerne mit euch teilen, in welcher Weise ich zur Zeit (und schon lange) die Themen "männlich-weiblich" und "Identitätssuche" mit mir herumtrage. Das kann sich ja leicht ins Uferlose verlieren, deshalb mache ich es mal an einem ganz konkreten und ein bißchen profanen Beispiel fest - das aber für mich viel tiefer geht, nämlich meine Haare.

Zur Zeit sind sie wieder sehr kurz, man würde wohl sagen, es ist ein "Männerhaarschnitt". Und dazu noch rot gefärbt.. Vor ein paar Wochen hat es mich (mal wieder) gepackt, sie waren schon fast bis auf Kinnlänge (was aber bei mir immer noch ziemlich kurz aussieht da ich einen sehr langen Hals habe). Eigentlich eine super Frisur, da sie mir ermöglicht, so androgyn zu sein wie ich mich meistens auch fühle: mal männlicher, mal weiblicher, beides passt wenn ich mich selbst betrachte, und je nachdem wie ich mich grade fühle kann ich das eine oder das andere mehr herausstellen.

Irgendwas stimmte trotzdem nicht, ich erinnere mich daß ich ein Bedürnis fühlte mehr "ich" zu sein (ohne zu wissen wer oder was das ist), und die Idee daß ich ohne Haare oder mit wenig Haaren diesem Zustand näherkommen könnte. Ich war irgendwie überzeugt davon, und es beschäftigt mich daß dies nicht eingetreten ist. Im Gegenteil sogar wünsche ich mir jeden Tag die Haare zurück und kann es kaum abwarten bis sie wieder länger sind. Es geht nicht darum, daß es nicht "gut" aussieht, es steht mir, aber darum geht es nicht. Es macht etwas Tieferes mit mir, aber nicht so wie ich erwartet hatte. Ich habe das Gefühl daß ich mich "männlicher" verhalte. Das finde ich spannend, denn was heißt das eigentlich? Es kommt mir so vor als wäre ich voll mit stereotypen Vorstellungen... Ich schreibe das jetzt trotzdem mal hin: also ich habe einen anderen Gang z.B., meine Bewegungen sind "cooler". Ich ziehe eher "männliche" Kleidung an, im Rock oder Kleid fühle mich total unwohl. Das ist ganz klar anders wenn meine Haare länger sind. Gegenüber meiner Freundin bin ich aktiver, fühle mich auch oft beschützend, stark.

Ich bin grade wirklich verwirrt. Wo bin ICH nun in all den Rollenbildern und Gefühlen? Was ist authentisch, was ist anerzogen oder gesellschaftliche Prägung? Kann ich überhaupt herausfinden wer ich bin und es dann auch SEIN?
Manchmal wäre ich gerne ein Mann, aber mit meinem weiblichen Körper bin ich auch glücklich. Ich habe seit Jahren Träume in denen ich ewig lange Haare habe und diese Frau kommt mir vor wie ein verlorener Teil von mir. Dann denke ich wieder: ich glaube ich will einfach nur die absolute Freiheit von all dem.

Könnt ihr mit diesem Gefasel was anfangen??..

Würde mich echt freuen wenn ihr mir eure Gedanken, Erfahrungen.. dazu schreibt!

Herzlich,
Mari
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