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Helen und ihre Schwestern
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Helen und ihre Schwestern
Beitrag geschrieben von Mac am 22.03.2011, 11:48 Uhr
Letzte Änderung: 22.03.2011, 14:37 von Mac. Grund: Top 5 ergänzt
von  Mac
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Ich habe es schon oft beobachten können, das hier einige unter Depressionen leiden. Sowohl Mann, wie auch Frau. Teilweise entstand bei mir der Eindruck, das bisexuelle überdurchschnittlich häufig an Depressionen leiden.
Der Spiegel hat einen - etwas längeren - Artikel zu Depressionen veröffentlicht, der meine Eindrücke irgendwie bestätigt.
Gerade dieser Absatz,
..."Stabile private Beziehungen sind die beste Prävention", sagt der Freiburger Experte Berger, "auf der anderen Seite sind zwischenmenschliche Konflikte einer der häufigsten Auslöser für Depressionen". Ständiger Streit mit der Schwiegermutter könne ebenso krank machen wie ein untreuer Ehemann...
sagt mir, das es bisexuelle nicht einfach haben können.
Dann kommt in einem Spiegel- Artikel über Burnout auch noch diese Aussage:
...Lenken Sie sich ab! Vermeiden Sie zu langes Grübeln. Das zeigt ein Versuch: Je 30 Frauen und Männer sollten sich an eine Problem-Situation aus dem vergangenen Jahr erinnern. Noch während der Schilderung schossen bei allen Blutdruck und Herzfrequenz nach oben. Sie zeigten sämtliche Symptome von akutem Stress. Die Teilnehmer wurden daraufhin in einen Ruheraum geschickt - eine Gruppe in ein typisches Krankenzimmer, die zweite in einen Raum voller Zeitschriften und Spiele. Bei jenen, die sich ablenken konnten, kreisten nur noch 17 Prozent der Gedanken um den Ärger, bei den isolierten Grüblern dagegen 31 Prozent. Sie beruhigten sich auch erst elf Minuten später als die Zerstreuten...
mit dem Hinweis, das ständiges Grübeln das Streßlevel auf konstantem Niveau hält, unabhängig vom Ergebnis.

Wenn ich alles zusammennehme - Beziehungsprobleme, die ich nicht haben darf und ständiges Grübeln, was ich nicht machen soll - muß ich mich als bisexueller eigentlich sofort zur Ruhe setzen.
Die meisten denken doch darüber nach, wie sie ihrem Partner einen weiteren Partner "verkaufen" können. Oder die Beziehungsprobleme sind bereits da, weil nicht offen geredet wird, weil Jahrelang Verstecken gespielt wird. Gerade die Männer sind - in ihrer Homophobie - dafür prädestiniert. Gleichermaßen das ständige Verschweigen der eigenen Sexualität vor den Eltern und Freunden. Das permanente leben mit einer Lüge.
All das erzeugt Streß, man "kaut" ständig darauf rum. Man ist ständig damit beschäftigt, seine Beziehungen in der Waage zu halten.
Was am Ende dabei rauskommen kann, kann man im Film "Helen" von Sandra Nettelbeck betrachten. Die Top 5, die gleich am Anfang des Intros aufgezählt werden, finde ich sehr Eindrucksvoll. Sie sagen einiges über die Hilflosigkeit und Unwissenheit der Mitmenschen aus.

Mir drängt sich der Eindruck auf, das mein bisheriger Eindruck nicht so falsch ist.
Bisexualität bringt eine große Freiheit, aber genauso auch eine große Gefahr.
Wer geht jetzt in "Rente"?


Bye Mac
Versuche immer das Unmögliche zu erreichen, damit Du das Mögliche erreichst.

Wunsch und Streben nach Veränderung, erfordern Mut und Willen zur Veränderung.
(M. Pflüger)
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