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Gender-Theorie = Nuklearwaffen = Genmanipulation = Nazi- Ideologie
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Gender-Theorie = Nuklearwaffen = Genmanipulation = Nazi- Ideologie
Beitrag geschrieben von Mac am 23.02.2015, 16:43 Uhr
Letzte Änderung: 23.02.2015, 16:48 von Mac.
von  Mac
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Bisher hatte ich - als "Ungläubiger" - den Eindruck, in dem Staat ohne Volk, wäre - nach Ratzinger und seinen Vorgängern - mit Hr. Bergoglio ein Mensch eingezogen, dem die Probleme und Wünsche der Menschheit am Herzen liegen. Hab ich mich wohl geirrt. Überrascht bin ich deswegen allerdings nicht wirklich, denn es würde ja sonst dem christlichen Gedanken entsprechen. Und den Beweis, daß die katholische Kirche damit nichts zu tun haben will, den hat sie in der Vergangenheit schon sehr häufig erbracht.
Der konkrete Anlaß für diesen Beitragstitel, sind die Aussagen von Bergoglio in einem Interview, wonach er die Gender-Theorie als eine "gefährliche Ideologie", als "eine neue Sünde" bezeichnet.
Unter anderem sagt er:
Zitat Bergoglio:
... Denken wir an Nuklearwaffen ... Denken wir auch an genetische Manipulationen oder die Gender-Theorie, die die Schöpfungsordnung nicht anerkennt. ...
Quelle: Queer.de - Papst warnt vor "Gender-Ideologie"
Er bezeichnet die Theorie auch als eine "ideologische Kolonialisierung".
... Dasselbe haben die Diktaturen im letzten Jahrhundert gemacht. Sie sind mit ihrer Doktrin gekommen, denkt an die Hitlerjugend. Sie haben das Volk kolonisiert. ...
Bloß gut, daß er bei dem Vergleich die Kirche "vergessen" hat. Missionierung ist natürlich etwas völlig anderes und hat rein gar nichts mit einer Ideologie zu tun, sondern nennt sich Religion. Erst recht, wenn man die Mehrheit stellt und den Un-, Andersgläubigen Vorschriften machen kann.
Bevor mich jetzt jemand in die Ecke der Gender-Theoristen stellt, ich kann dem Ganzen nur sehr wenig abgewinnen. Ich stimme der Theorie (unseriöse Quelle) in dem Punkt zu, daß manches geschlechtsspezifische Verhalten von der Gesellschaft bestimmt wird. Da hört es bei mir dann aber auch schon auf.
Daß das gesamte geschlechtstypische Verhalten durch die Gesellschaft bestimmt wird, und eine Abschaffung der sozialen Geschlechter die Lösung für viele Probleme wäre, halte ich - freundlich formuliert - für Schwachsinn. Und sie spricht mir auch meine angeborene Bisexualität ab, da diese ja - laut Theorie - durch meine Umgebung "erzeugt" wurde.
Da kommen wir dann auch zu dem einzigsten Punkt, in dem ich mit Hr. Bergoglio konform gehe. Es ist eine Ideologie. Und sie hat ihren Ursprung im Feminismus. Und zwar dem Feminismus, der seinen Schwerpunkt nicht auf Gleichberechtigung, sondern auf das Emporheben und Abgrenzen legt.
Zitat Wikipedia:
... Der Unterschied zwischen der männlichen Sicht auf Frauen und der weiblich erfahrenen Realität sollte erörtert werden, und die männlich dominierten Theorien sollten revidiert werden. Einerseits sollte gezeigt werden, dass Männer und Frauen gleich und damit gleichberechtigt seien, andererseits wurde darauf beharrt, dass es eine eigene "Frauenkultur" gebe. ...
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Gender_Studies
Unabhängig davon, hat Hr. Bergoglio sich nicht das Recht erworben, solche Vergleiche zu ziehen und als Begründung mit einem "alten Schinken" herumzuwedeln. Denn dafür müßte man sich der Konsequenzen bewußt sein und für diese dann auch "gerade stehen". Eine verantwortungsvolle Handlungsweise, die der katholischen Kirche ziemlich fremd ist.
Und Bergoglio zeigt immer mehr, wohin sich die katholische Kirche entwickelt. Von anfänglicher Offenheit und Toleranz nach Amtsantritt, geht es wieder mehr in Richtung "alte Werte" bewahren und ausgrenzen. Brauche ich nur den Beistand zum fehlgeschlagenen Volksentscheid in der Slowakei zu erwähnen. Oder die Aussagen in Manila:
"... Und wie unsere Völker in einem bestimmten Moment ihrer Geschichte zu der Reife gelangten, 'nein' zu sagen zu jeglicher politischer Kolonisierung, so müssen wir als Familie sehr, sehr klug, sehr geschickt, sehr stark sein, um 'nein' zu sagen zu jeglichem Versuch ideologischer Kolonisierung der Familie. ..."
... Bei einer Pressekonferenz am Freitagabend bestätigte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi, dass Papst Franzikus mit "ideologischer Kolonisierung" auch die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare gemeint habe. "Ich denke, dass die Sicht der Kiche, dass eine Familie auf einer Verbindung zwischen Mann und Frau beruht, wohl bekannt ist." ...
Quelle: Queer.de - Papst Franziskus: Homosexuelle Ehen "zerstören die Familie"
Das sind für mich Aussagen, die ich mit einer Nazi- Ideologie vergleichen würde. Bei Millionen Anhängern, die solche Aussagen ernst nehmen und anschließend den Minderheiten ihre Rechte absprechen wollen (s. Slowakei), hat das für mich schon sehr viel mit einer Diktatur zu tun. Und Homo- oder Bisexualität mit einer Ideologie gleichzusetzen, ist Diskriminierung pur.
Dazu fällt mir dann wieder die Aussage ein, welche sich eigentlich auf ein anderes Thema bezieht:
Wenn der Schlips vor Scheinwerfern 'Ausländerbegrenzung' fordert, löst der Stiefel sie in der Dunkelheit ein. Daß aus Wörtern Taten geworden sind, will der Schlips danach nicht mit sich selbst in Zusammenhang gebracht wissen; und doch ist der schnelle Stiefel dem Schlips Anlaß, seine Forderung nach 'Ausländerbegrenzung' – nun mit dem Hinweis auf zunehmende Gewalt – zu wiederholen; was für den Stiefel wiederum Ansporn ist. Woraufhin ..."
Quelle: Buch "Hauptsache Deutsch" von Bodo Morshäuser
Es paßt einfach zu gut.


Bye Mac
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Wunsch und Streben nach Veränderung, erfordern Mut und Willen zur Veränderung.
(M. Pflüger)
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Gender-Theorie = Nuklearwaffen = Genmanipulation = Nazi- Ide...
Mac 23.02.2015, 16:43
   
Fen 23.02.2015, 18:22
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